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Karnevalsprinz

Der Prinz oder auch Karnevalsprinz wird auch als „Seine Tollität“ bezeichnet und ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. Deshalb fährt der Prinz beim Rosenmontagszug auch immer auf dem letzten Wagen und beendet damit den Rosenmontagszug. Ihm zur Seite stehen Bauer und Jungfrau und sie alle drei zusammen bilden das Kölner Dreigestirn.

prinz karneval

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Nach der Neureformierung des Kölner Karneval 1823 hieß der Prinz allerdings noch Held Carneval und erst im Jahr 1972 wurde aus dem Helden Karneval der Prinz Karneval. (siehe dazu auch: Das Kölner Dreigestirn und die Besetzung des Kölner Dreigestirns von gestern bis heute).

Das Ornat des Prinzen

Das Ornat des Prinzen, was fälschlicherweise oftmals auch als Kostüm bezeichnet wird (siehe Das Kölner Dreigestirn) stammt noch vom Grundgedanken aus der Anfangszeit des Helden Karnevals. Der Held Carneval sollte durch seinen untadeligen Charakter auch wieder die gehobene Bürgerschicht ansprechen. Damit dies gelingen konnte, steckte man den Helden Carneval in ein Gewand, das dem des Kaisers nachempfunden war
und präsentierte ihn so seinen Untertanen. Dazu trug der Held eine goldene Krone mit einem Pfauenschweif, dem Symbol der Unsterblichkeit. Auf einem weißen Unterkleid trug er eine goldene Kette und darüber einen prächtigen mit Hermelin besetzten Mantel. In der rechten Hand trug er ein Zepter, als Zeichen des Regierenden, in der linken eine „Waffe“, die heutige Pritsche.

Erst 1889 beginnt das Ornat des Prinzen dem heutigen zu gleichen. Das Wappen wurde allerdings erst um die Jahrhundertwende auf das Ornat aufgearbeitet. In dieser Zeit entstanden auch die gepufften Ärmel des Oberteils, während die Form der Hose immer noch zwischen lang, kurz und kniebedeckt wechselt. Ebenso wechselt die Art der Schuhe, die alle Formen zwischen Stiefeln, Schnür- und Schnallenschuhen durchgemacht hat.

1926 hat man sich dann auf die Form des heutigen Ornats festgelegt, wobei der Umhang des Prinzen noch bis 1937 weiß von außen war und erst später rot wurde.

Die Mütze des Prinzen ähnelte noch bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts der Jakobinermütze, denn sie lief spitz nach oben zu. Teilweise war sie mit einer Straußenfeder geschmückt, was der damaligen Mode entsprach. Die Fasanenfedern an der Mütze des Prinzen tauchen erstmals 1886 auf. Heute trägt der Prinz vier lange Fasanenfedern an seiner Mütze, die in den vier Karnevalsfarben gefärbt sind. Bereits 1823 wurden diese Farben festgelegt. Rot und weiß für die Stadt Köln und grün und gelb für den Karneval. Wer allerdings Rosenmontag fünf Federn an der Mütze des Prinzen zählt, leidet nicht an Halluzinationen. Traditionell bekommt der Prinz auf der letzten Sitzung der Grossen Karnevalsgesellschaft von 1823 am Karnevalssonntag im Gürzenich eine Feder aus der Mütze des Präsidenten überreicht Diese Feder trägt der Prinz bis zum Ende seiner Amtszeit am Karnevalsdienstag als zusätzliche Feder an seiner Mütze.

Prinzenproklamation

Aus diesem Grunde erhält der Prinz auch jeder Jahr zur Prinzenproklamation (immer Anfang Januar) durch den Kölner Oberbürgermeister als Symbol die Pritsche die er über sein närrisches Volk schwingt.

Außedem kannst du hier noch mehr über Bauer und Jungfrau erfahren.

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