Bild zeigt Hans Süper im Alter von 90 Jahren mit einem jungen Nachwuchskünstler bei einer Karnevalsveranstaltung in Köln.
Köln | Die Legende lebt!
Am Sonntag wäre der große Hans Süper (†2022) 90 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass findet im „Dom im Stepalhaus“ in der Kölner Altstadt ein „Hans Süper Special“ bei Loss mer schwade statt, um mit einem Talkabend an die Ikone des kölschen Fasteleer zu erinnern.
Mit dabei ist natürlich seine tapfere Witwe Lydia und ausgesuchte Weggefährten und Kollegen, die Hans selbst schätzte. Stefan Dahm (22) ist ein junger Vertreter des Kölner Karnevals, der seine eigene Geschichte mit dem Original erlebte.
Kölner Karneval: Stefan Dahm erinnert an jecke Legende
Wie sieht ein Vertreter der jungen Generation ein solches Idol? Hier beschreibt Stefan was er denkt. . .

Hans Süper war und bleibt eine echte Kölner Künstlerlegende. Schon seit meiner Kindheit haben mich seine Fernsehauftritte begeistert und inspiriert. Mit seinem unverwechselbaren Humor hat er unzählige Witze geschaffen, die längst Kult geworden sind und die viele von uns bis heute begleiten.
Besonders prägend war für mich natürlich das Colonia Duett, bei dem der Kontrast zwischen Hans Süper und Hans Zimmermann für unvergessliche Momente gesorgt hat. Diese besondere Chemie auf der Bühne hat Generationen von Menschen berührt und maßgeblich die Kölner Karnevalskultur geprägt.
Eine ganz besondere Erinnerung verbinde ich persönlich mit ihm: Als Kind hatte ich die große Ehre, bei der Vorstellung seines Buches mit seinem Lied „De Fleech“ als Überraschung für ihn aufzutreten. Dieser Moment ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.
Das gebaute Hans-Süper-Denkmal ist genau der richtige Weg, um an einen Mann zu erinnern, der über viele Jahrzehnte hinweg Menschen jeden Alters unterhalten und inspiriert hat. Gleichzeitig wäre es schön, wenn seine legendären Fernsehauftritte weiterhin im Fernsehen zu sehen bleiben. Um auch jüngere Generationen zu erreichen, wäre eine stärkere Verbreitung dieser Auftritte über soziale Medien sicherlich ein wirkungsvoller Schritt.
Sonntag Abend, 15.3. freuen wir uns auf Euch im Stapelhaus. Einlass 18 Uhr, 19.45 Talkbeginn. Eintritt bei Loss mer schwade ist traditionell frei!
Lieber Markus, ich bin ein großer Fan eurer Seite und verschlinge jeden Kommentar. Aber jetzt zu Hans Süper. Mir ist Hänsjen, wie er früher genannt wurde, seid mehr als 60 Jahre. Mein Onkel Franz Kalker und mein Vater Josef Blum betrieben in dieser Zeit eine Drogerie in Köln-Raderberg mit eigenen Fotolabor. Die Umstellung des Labors von Schwarz-Weiß Fotos auf Bunt waren meinem Onkel zu teuer und die Buntfilme wurden zur Entwicklung außer Haus gegeben. Westcolor war ein Fotolabor in Zollstock und ließ die Filme von einem Kurier abholen. Dieser war eine Zeit lang Hans Süper. Wenn er am späten Nachmittag die Filme zurückbrachte, dann glich das einem Bühnenauftritt. Kunden kamen dann zu dieser Zeit nur um HS live zu erleben.
Alles Gute zu weiteren Recherchen
Hannes Blum von Blom un Blömcher