Köln | Große Aufregung in Köln-Sülz!
Denn das Straßenfest „Tag des Veedels“ mit dem Fokus Berrenrather Straße am Wochenende sorgte bei ca. 50 000 feiernden Gästen nicht nur für illustre Clips auf den Kanälen von OB Torsten Burmester („Gut für den Einzelhandel, gut für die Menschen“) und beste Laune bei Sonnenschein, sondern leider auch für ungünstige Begleiterscheinungen.
Diese bekam Lydia Süper mit eigenen Augen zu sehen – und ab.

Berrenrather Straße: Müll und Pullen am Sockel
Denn: Das Bronze-Denkmal ihres geliebten Hans (†86) wurde als eine mobile Mülldeponie von schamlosen Suffköppen missbraucht.
Hans war so ein ordentlicher Mann und ihm würde das gar nicht gefallen
So lagen Essensreste in Pappkartons herum, Bierflaschen und Aperol-Pullen „zierten“ den Sockel zu den bronzenen Füßen der Karnevals-Ikone, für deren Statue viele Freundinnen und Freunde gespendet hatten.
„Ich kann gar nicht sagen, wie ich mich fühle. Es tut einfach weh und macht mich furchtbar traurig wie man mit dem Andenken an Hans umgeht“, so Süpers tapfere Witwe zu uns.
Sie wohnt bis heute in der geneinsamen Wohnung und schaut durchs Fenster auf das Denkmal. So musste die die Vorgänge ertragen, die sich um die Straßenfest-Gaudi ereigneten.
„Ich habe noch gelesen, dass auf Facebook sich so viele aufregen, das die Namen der Spender angebracht sind, aber bei so einem Anblick sagt keiner was. Hans war so ein ordentlicher Mann und ihm würde das gar nicht gefallen“, so Lydia.
Am Montag, als in den virtuellen Foren die Müll-Debatte über das ganze Fest und Areal in den sozialen Medien noch einmal nachträglich aufkochte, war der grobe Unrat zumindest von der Skulptur entfernt worden.

„Ja, er wurde weg gemacht, ich denke mal, dass der Kiosk die Flaschen weggenommen hat“, unkt Lydia, die das verheerende Echo zur Veranstaltung, was die Organisation in punvcto Sauberkeit und Hygiene angeht, nur teilt: „Dieses Straßenfest war wirklich eine Katastrophe. Doch wird das Denkmal auch ohne Straßenfest besonders an Wochenenden belagert und der Müll bleibt liegen.“
Darauf hatte sie bereits in der Vergangenheit hingewiesen, wodurch der Vorschlag eines Wachdienstes für das Denkmal aufkam. Die Müll-Orgie rund um das Veedelsfest wird diese Idee nicht gerade gestoppt haben.