Köln | Nächtlicher Streit am Tourbus!
Böse Überraschung für die beliebte Kölner Karnevalsband „Scharmöör“: Denn weil die Musiker am späten Freitagabend ihr Mobil wegen der Veranstaltung der KG Alt-Köllen im Sartory am Straßenrand verbotenerweise kurz abgestellt hatten, wurden die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes vorstellig.
Ergebnis: Ein Knöllchen! Und das mitten in der heißen Phase der Session.
Der bekannte Fotograf Dirk Loerper bekam die Szene mit und stellte die Kontrolleure kurz vor Mitternacht auf offener Straße empört zur Rede. „Es hieß, ich könne mich ja beim Vorgesetzten beschweren, das sei der Herr Burmester“, so der Szene-Insider konsterniert, „woher kommen diese Kontrolleure? Das können ja keine Kölner sein. Die Bands sollen Frohsinn in den Sälen verbreiten, da wurden doch schon immer die Augen zugedrückt, wenn der Tourbus vor den Hallen hält. Wie sollen die Jungs denn sonst immer rechtzeitig auf die Bühne kommen?!“
Doch in diesem Fall – wie schon vor zwei Jahren bei den Paveiern vor der Mülheimer Stadthalle, die auch einen Strafzettel am Tourbus nach ihrem Auftritt vorfanden – waren die Ordnungsamt-Leute nicht ansatzweise kompromissbereit, die Knolle wurde auch laut Loerper anderen Bands an die Scheibe gehangen.
Übertrieben oder nicht?

Scharmöör am Kölner Sartory sanktioniert
Der Fotograf findet schon und bemängelt die Wagenburg-Mentalität der Hengste in Uniform: „Ein wenig mehr Toleranz in dem so toleranten Köln wäre im Karneval ja wohl angebracht. Natürlich soll jeder seinen Job machen und es muss Regeln geben. Aber gerade Köln im Karneval hat dieses Fingerspitzengefühl doch immer ausgemacht.“
Den Beamten war das offenbar ziemlich schnuppe. Für die erschöpften Mitglieder der bekannten Band war die Knolle nach einem Marathon-Tag in den Sälen des Fasteleer sicher ein symbolischer Frustmoment, den sie sich allzu gern erspart auf dem verdienten Nachhauseweg hätten. . .