Der Karnevalsknigge

Für einige Leute – oftmals Leute von außerhalb von Köln – vebinden mit dem Karneval oftmals nur „Besaufen, Pöbeln und Rummachen“. Doch der richtige Karneval ist ganz anders, es wird zusammen geschunkelt, die kölschen Tön genossen und das ein oder andere Kölsch zusammen getrunken!

Aber es gibt auch Regeln an die sich jeder Jeck halten sollte, damit alle einen wunderschönen Karneval feiern können. Hier die 13 wichtigsten Regeln aus dem Karnevalsknigge:

Karnevalsknigge – Regel 1
Als Anfänger sollten Sie NIE versuchen, allein oder zu zweit zu feiern, denn das macht keinen Spaß. Verabreden Sie sich mit einer Gruppe, in der sich mindestens ein Kölner befindet. Es muss kein gebürtiger Kölner sein, ein karnevalserprobter Zugezogener tut es auch. Sollte das nicht möglich sein, schließen Sie sich mit Leuten zusammen, von denen Sie wissen, dass man gut mit ihnen feiern kann.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 2
Kommen Sie nicht nur für einen Tag. Gerade als Anfänger braucht man eine gewisse Zeit, um den Kulturschock zu überwinden. Kommen Sie Weiberfastnacht an, und zwar vormittags.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 3
Verkleiden Sie sich, denn um nicht außen vor zu bleiben, muss man sich – auch äußerlich – der Umgebung anpassen.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 4
Lassen Sie allen unnötigen Ballast zu Hause. Geld und Schlüssel in der Hosentasche, viel mehr braucht man nicht. Nehmen Sie bloß keine Taschen oder Rucksäcke mit, denn die kommen leicht abhanden. Handys sind sinnlos, denn zum Telefonieren ist es zu laut. Sie werden Kneipen betreten, in denen sich so viele Menschen befinden, dass Sie das Wort Gedränge völlig neu definieren müssen.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 5
Auch wenn Sie von diversen Veranstaltungen gehört haben, die man sich ansehen sollte, hecheln Sie nicht von Termin zu Termin. Sie müssen die Eröffnung des Karnevals auf dem Alter Markt/Heumarkt nicht miterleben – das tun die meisten Kölner auch nicht.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 6
Suchen Sie sich lieber eine Kneipe. Die Wahl ist von entscheidender Wichtigkeit. Auch wenn Sie mit dem Zug ankommen und das Gefühl haben, hier ist was los: Entziehen Sie sich dem Dunstkreis der Altstadt und der Innenstadt, dort finden Sie nur Auswärtige, die Karneval feiern möchten, ohne zu wissen, wie man das macht. Begeben Sie sich in Stadtteile wie das Belgische Viertel, Sülz, Ehrenfeld, Nippes oder die Südstadt. (Das gilt nicht für Rosenmontag. Aber an Rosenmontag sollen Sie ja auch nicht ankommen.)
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 7
Essen Sie etwas Deftiges: Sie brauchen eine Grundlage.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 8
Stecken Sie Ihren Kopf durch die Tür einer Kneipe, in der schon Stimmung zu herrschen scheint. Wenn Sie das Gefühl haben, dort wird gefeiert, gehen Sie hinein. Gehen Sie zu nächst an die Theke, und kaufen Sie eine Runde Kölsch, d. h. versorgen Sie alle mit Bier, die mit Ihnen gekommen sind.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 9
Jetzt kommt das Wichtigste: Machen Sie sofort mit. Karneval ist keine intellektuelle Leistung, sondern kommt aus dem Bauch, dar auf muss man sich einlassen. Bleiben Sie locker, und hören Sie auf, sich selbst zu beobachten. Trinken und schunkeln Sie, singen und tanzen Sie mit! Machen Sie das, was alle tun. Wenn sich einer bei Ihnen einhakt, schütteln Sie ihn nicht ab, sondern lächeln Sie ihn an. Wenn Ihnen einer ein Kölsch über den Arm schüttet, lachen Sie und sagen Sie, das macht nix.

Singen Sie mit, auch wenn Sie die Lieder (noch) nicht können. Nerven Sie die Mitfeiernden nicht durch permanente Fragen nach dem Text. Wundern Sie sich nicht, dass manche Leute alle Lieder mit allen Strophen auswendig können. Fragen Sie sie nicht, warum sie das können. Wer jedes Jahr an allen Tagen feiert, kann das. Versuchen Sie lieber, davon zu profitieren, und lesen Sie ihnen von den Lippen ab.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 10
Auch wenn es eng wird: Lassen Sie keine klaustrophobischen Anfälle zu. Es ist in einer Kneipe noch niemand erdrückt worden. Wenn es Ihnen zu eng wird, gehen Sie nicht hinaus, um Luft zu schnappen. Sie kommen dann nämlich nicht mehr rein.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 11
Fragen Sie sich nicht, ob so viel Bier gesund ist und ob Sie am nächsten Tag noch sprechen können. Das ist irrelevant.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 12
Erst wenn Sie gar nicht mehr können, gehen Sie hin aus, um Luft zu schnappen. Vielleicht ist die Gruppe auf der Straße ja noch netter als die, mit der Sie gekommen sind. Gehen Sie dann wieder hin ein. Es dürfte mittlerweile so spät sein, dass das kein Problem mehr ist.
Quelle: „Der Karnevalsknigge“

Karnevalsknigge – Regel 13
Verabreden Sie sich, bevor Sie endgültig nach Hause gehen, d. h. in der gleichen Nacht, mit Ihrer Gruppe für den nächsten Tag. Oder wann Sie miteinander telefonieren. Wenn es Ihnen in einer Kneipe gefallen hat, gehen Sie am nächsten Tag wieder dort hin. Es geht nicht darum, möglichst viel zu sehen, sondern möglichst viel zu feiern.

Quelle: „Der Karnevalsknigge“

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