Et Klimpermännche (Thomas Cüpper)
Herkunft und musikalische Anfänge
Thomas Peter Cüpper wurde am 9. September 1966 in Bensberg-Herkenrath, heute Bergisch Gladbach, geboren. Als Kind erhielt er Unterricht am Akkordeon und an der elektronischen Orgel. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er 1974 bei einem Schulfest. Ab 1978 spielte er als Alleinunterhalter und begleitete erstmals eine Karnevalssitzung als „Sitzungskapelle“.
Der Weg zum „Klimpermännche“
Seit 1990 trat Cüpper als Krätzjessänger auf. Den Namen „Et Klimpermännche“ erhielt er bei der Bergisch Gladbacher Prinzengarde, deren Mitglieder er ständig mit seinem Akkordeon unterhielt. In der Session 1995/96 war er Prinz Thomas II. im Bergisch Gladbacher Dreigestirn. Ein Auftritt bei der Kölner KG Narrengilde 1998 markiert den Beginn seiner Laufbahn auf den Kölner Bühnen.
Durchbruch im Kölner Karneval
Nach der Zulassung durch das Festkomitee folgten 1999 Auftritte bei der Prinzenproklamation und der WDR-Rundfunksitzung im Gürzenich. Die Ehrengarde der Stadt Köln engagierte ihn regelmäßig für ihre Sitzungen. Mit Potpourris kölscher Gassenhauer setzte er dort häufig den Schlusspunkt. Später erreichte er auch das Publikum der „Lachenden Kölnarena“.
Bühnenfigur und Programm
Frack oder Cut, Weste, Melone und Akkordeon kennzeichnen das Klimpermännche. Cüpper verbindet Krätzjer und traditionelle Lieder mit pointierten Geschichten aus dem Alltag. Dabei nimmt er das eigene Umfeld und besonders seine Bühnen-Schwiegermutter aufs Korn. Seine Beiträge leben von Sprache, genauer Beobachtung und Kontakt zum Saal. Neben dem Gesang wurde er so zum gefragten Typenredner und Conférencier.
Pflege der kölschen Tradition
Eine besondere Bedeutung hat Willi Ostermann für Cüppers Repertoire. Die alten Lieder lernte er teilweise schon von seiner Mutter; später widmete er dem Komponisten eigene Programme und Aufnahmen. Seine Stimme und die Begleitung auf der „Quetsch“ erinnern bewusst an die Tradition früher kölscher Unterhaltungskünstler. Zugleich schreibt und komponiert Cüpper selbst. Zu seinen Arbeiten zählen humorvolle, besinnliche und heimatbezogene Stücke in kölscher Sprache.
Auftritte außerhalb der Session
Cüpper ist nicht allein im Sitzungskarneval tätig. Er gestaltet Geburtstage, Jubiläen, Vereins- und Benefizveranstaltungen und arbeitet als Moderator. Über viele Jahre gehörte er außerdem zur kölschen Weihnacht, unter anderem in Bergisch Gladbach und als Gast bei Ludwig Sebus in der Kölner Philharmonie.
Anerkennung und Bedeutung
2023 feierte Thomas Cüpper 25 Jahre als Klimpermännche auf den Kölner Bühnen. Zu seinen Auszeichnungen gehören die Goldene Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach, der Nostalgie-Erfolgs-Preis und die Goldene Maske des Stammtischs Kölner Karnevalisten. 2021 wurde seine Figur als Puppe in das Kölner Hänneschen-Theater aufgenommen. Cüpper gilt als Bewahrer des ursprünglichen Fastelovends: Er hält Krätzjergesang, kölsche Sprache und die Kunst des ruhigen, erzählerischen Vortrags lebendig.