Kolibris

Kolibris Band Köln

Gründung und Anfänge

Die Kolibris sind eine Kölner Karnevals-, Schlager- und Partyband. Als Gründungsjahr wird meist 1991 genannt; einzelne Rückblicke deuten auf Anfänge Ende der 1980er Jahre. Mit dem Album „Mi Hätz schlät kölsch“ und weiteren Produktionen etablierte sich die Gruppe im rheinischen Karneval. Sie verband kölsche Lieder mit deutschsprachigem Stimmungsschlager und einem auf Mitsingen und Tanzen ausgerichteten Bühnenprogramm.

Wechselnde Musiker

Die Bandgeschichte ist von zahlreichen Wechseln geprägt. Zu den Musikern verschiedener Phasen gehören Sänger und Gitarrist Peter „Pete“ Bauchwitz, Keyboarder und Akkordeonist Heinz Rommerskirchen, Schlagzeuger Jens Drescher sowie Peter Kempermann und Peter van den Brock. Bauchwitz hatte nach seinem Musikstudium in bekannten Big Bands gearbeitet und war zeitweise Sänger und Gitarrist der Höhner.

Kempermann und van den Brock trennten sich 2001 von den Kolibris und gründeten mit Albert Detmer und Peter Jansen die Rabaue. Die Kolibris traten danach zeitweise als Trio, später erneut in größerer Besetzung auf. Seit 2016 stand Sascha Kramer als Frontmann im Mittelpunkt. Bauchwitz stieg 2016 aus, kehrte aber 2019 für einen Neustart zurück. Das damalige Sextett umfasste außerdem Heinz Rommerskirchen, Heinz-Peter Mainz, Marcus Schoenen und Ady Zehnpfennig.

„Die Hände zum Himmel“

Der größte Erfolg der Kolibris ist „Die Hände zum Himmel“. Die erste eigene Produktion der Maxi-Single entstand im August 1998; ab 1999 wurde das Lied durch Party- und Karnevalssampler bundesweit bekannt. Der Bewegungsaufruf im Refrain, die eingängige Melodie und das hohe Mitsingpotenzial machten den Titel zu einem dauerhaften Stimmungshit. Er verbreitete sich auf Volksfesten, in Bierzelten, bei Après-Ski-Veranstaltungen, auf Mallorca-Partys und im Fasching.

Das Lied wurde in mehreren Fassungen veröffentlicht und oft gecovert. Sein Refrain kann auch von Menschen mitgesungen werden, die weder Titel noch Interpreten genau benennen können.

Musikalisches Profil

Das Repertoire umfasst kölsche Heimatlieder, Karnevalsnummern, Schlager, Party-Hits und Medleys. Inhaltlich stehen Köln, Fastelovend, Geselligkeit und gemeinsames Feiern im Vordergrund. Griffige Refrains, klare Rhythmen und direkte Publikumsansprache prägen den Stil.

Gegenwart und Bedeutung

Eine offizielle Auflösung ist nicht dokumentiert. Die Kolibris wurden auch nach dem Comeback von 2019 in veränderten Besetzungen angekündigt; Auftritte und Beiträge in sozialen Netzwerken reichen bis in die jüngere Zeit. Verlässliche Angaben zur jeweils aktuellen Rollenverteilung sind jedoch rar.

Die Bedeutung der Band beruht vor allem auf der Langzeitwirkung ihres größten Hits. Zugleich stehen die Kolibris für Kölner Formationen, die zwischen Mundart, Karneval und überregionalem Partyschlager vermitteln. Obwohl ihr Name außerhalb des Rheinlandes nicht überall geläufig ist, wurde „Die Hände zum Himmel“ zu einem festen Bestandteil der deutschsprachigen Feierkultur.

Art: Band

Status: Aktiv

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