Mätropolis
Gründung und Name
Mätropolis ist eine 2022 in Köln gegründete Frauenband, die Kölsch-Pop mit Rock- und Partyelementen verbindet. Der Name verbindet „Metropolis“, „Mutterstadt“, Fritz Langs Filmklassiker und kölsche „Mädels“. Die Schreibweise mit „ä“ betont zugleich das weibliche Selbstverständnis der Gruppe.
Besetzung
Zur Besetzung gehören Linda Teodosiu am Gesang, Jo Eicker an der Gitarre, Jenny Gerdts an Bass und Keyboard sowie Trish Ross am Schlagzeug. Teodosiu wurde 2008 als Halbfinalistin von „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt. Sie sang auf internationalen Bühnen, begleitete Beyoncé und gehört zur Liveband von Peter Maffay.
Gerdts arbeitet außerdem als Produzentin und Songschreiberin, unter anderem für Tinseltown Music und Sony Music Publishing. Eicker und Ross waren zuvor bei den Rockemarieche und der Rockband The Black Sheep aktiv.
Erste Schritte
Die Band formierte sich mit Blick auf die Jubiläumssession 2022/23. Ihre erste Single „Hingerm Horizont“ erschien im Oktober 2022 und wurde in „Karneval der Stars 52“ aufgenommen. Der Einstieg in die stark männlich geprägte Kölner Bandszene verlief nach Aussagen der Musikerinnen nicht ohne Skepsis. Die Gruppe hielt dennoch an ihrem modernen Ansatz und an Texten in Mundart fest.
Musik und Themen
Mätropolis bezeichnet ihren Stil als Kölsch-Pop oder Poprock. Elektronische Elemente, Gitarren, ein druckvoller Rhythmus und Teodosius kraftvolle Stimme prägen den Klang. Inhaltlich reicht das Spektrum von Feierliedern bis zu persönlichen Themen. „Schluck Schluck“ setzt auf einen leicht mitsingbaren Sessionsrefrain, während „Mamm“ und „Niemols im Levve“ eine gefühlvolle Seite zeigen. Die Zusammenarbeit mit Cat Ballou bei „Dr letzte Bus“ verband die Gruppe mit einer etablierten Größe der Kölner Szene.
Durchbruch mit „Rakete“
Den bislang größten Erfolg erzielte Mätropolis mit „Rakete“. Der 2024 veröffentlichte Titel entwickelte sich in der Session 2024/25 zum Publikumsliebling. Ein Remix mit DJ Aaron sowie Party- und Après-Ski-Fassungen erreichten auch Hörer außerhalb des Kölner Karnevals. Im Karneval 2026 gelangte das Lied zeitweise in die vorderen Ränge der deutschen Musikcharts. Damit wurde aus der jungen Sessionsband eine überregional wahrgenommene Party- und Kölsch-Pop-Formation.
Profil und Gegenwart
Mätropolis versteht sich als weibliche Stimme einer neuen Generation kölscher Musik. Die Band verbindet Sprache und Heimatgefühl mit zeitgemäßer Popproduktion, Bühnenenergie und Themen aus dem heutigen Leben. Als rein weiblich besetzte Kölschband besitzt sie in der weiterhin von Männern geprägten Szene ein deutliches Alleinstellungsmerkmal.
Seit Ende 2025 arbeitet Mätropolis mit einem neuen Management zusammen. Die Band ist weiterhin aktiv, veröffentlicht Musik und tritt bei Karnevalssitzungen, Stadtfesten, Clubshows und überregionalen Partyveranstaltungen auf. Ihr Weg zeigt, dass kölsche Musik zugleich traditionsbewusst, modern, weiblich und stilistisch offen sein kann.