Rabaue
Gründung und Herkunft
Die Rabaue stammen aus Grevenbroich und wurden im rheinischen Karneval bekannt. Gegründet wurde die Band 2001 von Peter Kempermann, Peter „Funny“ van den Brock, Albert Detmer und Peter Jansen. Kempermann und van den Brock hatten zuvor bei den Kolibris gespielt, die mit „Die Hände zum Himmel“ erfolgreich waren. Der Name bezeichnet im Ripuarischen einen Raufbold.
Früher Erfolg mit „Pizza Hut“
Einen frühen Erfolg erzielte die Band 2003 mit „Pizza Hut“. Der Mitmachtitel verband Fast-Food-Namen mit Bewegungen und einem eingängigen Refrain. Er gelangte in die deutschen Singlecharts. Die verwandte Fassung „Burger Dance“ von DJ Ötzi wurde ein Nummer-eins-Hit. So etablierte sich die Gruppe als Partyband.
Rheinische Partymischung
Das Repertoire verbindet kölsche und hochdeutsche Titel mit Oldies und Partymelodien. Die Band nennt ihn rheinische Partymischung. Rock, Pop, Schlager, Karnevals- und Après-Ski-Musik treffen auf Mitsingrefrains. „Insellied“, „Du bes Fastelovend“, „Ich bin verliebt“ und „Nur noch einen Aperol“ zeigen die Breite.
Wandel der Besetzung
2005 kam Bassist und Sänger Benjamin Weißert hinzu. Ab 2014 begann ein Generationenwechsel: Alexander Barth von den Kölsche Bengel ersetzte Frontmann Peter Kempermann, der 2015 ausschied. 2018 ging Peter Jansen in den Ruhestand; ihm folgte Christian Barth, der Bruder von Alexander und ebenfalls früher bei den Kölsche Bengel.
Abschied von Albert Detmer
Nach der Session 2025/26 verabschiedete sich Schlagzeuger Albert Detmer. Nach 25 Jahren bestritt er im Februar 2026 seinen letzten Auftritt. Ihm folgte der Kölner Schlagzeuger Martin Kuhlewind. Zur Formation gehören außerdem Peter van den Brock, Alexander und Christian Barth sowie Benjamin Weißert.
Bühnen und Reisen
In 25 Jahren absolvierten die Rabaue nach neueren Berichten über 5.000 Auftritte. Sie spielen bei Karnevalssitzungen, Schützen- und Weinfesten, Galas, Betriebsfeiern und Open Airs. Gastspiele führten sie nach Österreich, Mallorca, Australien und Südafrika.
Fernsehen und Medien
Auftritte bei ARD, ZDF, WDR, MDR und RTL sowie im Rundfunk steigerten die Bekanntheit. Viele bewegungsreiche Titel eignen sich für Fernsehen und große Säle. Zugleich bleibt der Kontakt zum Publikum zentral: Die Musiker verstehen ihre Auftritte als gemeinsames Feiern und setzen auf sofort erfassbare Refrains.
Jubiläum und neue Musik
Zum 25-jährigen Bestehen präsentierte die Band neue Projekte. Dazu gehören „Eluisa“, „Wer einmol he in Kölle wor“ und „Baila Baila Kölsch“ mit Ikke Hüftgold. 2026 erschien zudem das Liveprojekt „Symphonie & Stars“, das bekannte Titel in größerem musikalischem Rahmen zeigt.
Bedeutung im Karneval
Die Rabaue verbinden Beständigkeit mit Erneuerung. Ihre Musik funktioniert im Karneval wie auf Partys außerhalb Kölns. Mitmachideen, Livemusik und stilistische Offenheit bilden das Erfolgsrezept. Seit 2001 gehört die Band zu den dauerhaft präsenten Formationen des rheinischen Fastelovends.