Stippeföttche – der Funkentanz im Kölner Karneval

Bei dem Stippeföttche-Tanz handelt es sich um ein traditionelles Ritual der Garden im Kölner Raum. Zu diesem Tanz stellen sich je zwei Gardisten, den Hintern einander zugekehrt, in leichter Kniebeuge mit vorgehaltenem Säbel auf. Auf Kommando wird der Hintern nach einem rhythmischen Musiktakt hin und her bewegt (sogenanntes „Wibbeln“). Das ist nicht nur sehr erotisch, sondern auch noch sehr witzig.
Woher kommt der Begriff „Stippeföttche“?
Dies kommt daher, dass bei diesem Tanz die karnevalistische Truppe der Tänzer das Föttche (den Po) erusstippt (herausstreckt) und aneinander reibt.
Der Stippeföttche-Tanz der Roten Funken

Besonders bekannt ist der Stippeföttche-Tanz der Roten Funken, die ihn traditionell bei ihren Sitzungen und Auftritten zeigen. Der Tanz gehört fest zum Repertoire der Kölner Traditionscorps und sorgt beim Publikum stets für Heiterkeit.
Auch die Blauen Funken können wibbeln

Nicht nur die Roten Funken, auch die Blauen Funken können durchaus schön wibbeln und pflegen den Stippeföttche-Tanz bei ihren eigenen Auftritten.
Eine Tradition mit langer Geschichte
Bereits im Ersten Weltkrieg wurde „gewibbelt“: Das Foto zeigt Stippeföttche von Frontsoldaten im Ersten Weltkrieg – ein Beleg dafür, wie tief dieser Brauch der Kölner Funken und Garden verwurzelt ist und wie sehr er auch in schwierigen Zeiten als Ausdruck kölscher Lebensfreude gepflegt wurde.

Heutige Bedeutung
Bis heute gehört das Stippeföttche zu den bekanntesten und beliebtesten Bräuchen der Kölner Traditionscorps. Ob bei Karnevalssitzungen, Ordensfesten oder auf der Straße – wo die Funken auftreten, darf das Wibbeln nicht fehlen und sorgt bei Jecken jeden Alters für ein Lächeln.