Am Aschermittwoch, wenn der Straßenkarneval offiziell endet, brennt in vielen Kölner Kneipen und Veedeln der Nubbel. Die Strohpuppe wird an diesem Abend traditionell verbrannt – als symbolischer Sündenbock für alles, was während der jecken Tage schiefgelaufen ist.
Was ist der Nubbel?
Der Nubbel ist eine lebensgroße, meist aus Stroh gefertigte Puppe, die während der Karnevalstage vor einer Kneipe oder an einem Veedelstreffpunkt aufgehängt wird. Er gilt als Sündenbock, dem symbolisch alle Vergehen der tollen Tage angelastet werden – vom verschütteten Bier bis zu größeren Missgeschicken. In der Nacht zu Aschermittwoch wird ihm traditionell der Prozess gemacht, bevor er verbrannt wird.
Ablauf der Nubbelverbrennung
Anders als der große Rosenmontagszug ist die Nubbelverbrennung kein zentrales, städtisches Ereignis, sondern findet dezentral statt: Fast jede Kölner Kneipe und viele Veedel veranstalten ihre eigene, oft launige Zeremonie mit einer kleinen „Gerichtsverhandlung“, bevor der Nubbel kurz vor oder nach Mitternacht angezündet wird. Damit endet der Straßenkarneval symbolisch, und die Fastenzeit beginnt.