Aschermittwoch nach dem Kölner Karneval

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei!“

So lautet der Text eines bekannten Karnevalsliedes. Doch weit gefehlt: Das gilt natürlich nicht für den Kölner. Am Aschermittwoch trifft man sich mit seinen Karnevalsfreunden traditionell in den Gaststätten und Brauhäusern, um Fischgerichte zu verzehren. Wegen der großen Nachfrage finden diese Fischessen ganz selbstverständlich auch noch am folgenden Donnerstag und Freitag statt. Bei dieser Gelegenheit wird noch so manches frische Kölsch gekippt.

Der Kölner glaubt sich bei diesem Treiben ganz im Einklang mit den Fastengeboten: Man hat ja kein Fleisch gegessen, und Kölsch ist ja ohnehin Medizin. So verlängert der Kölner auf pfiffige Art und Weise die fünfte Jahreszeit.

Eine Hand zeichnet ein Aschekreuz auf die Stirn eines Kindes

Der Aschermittwoch markiert im Christentum den Beginn des vierzigtägigen Fastens und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbracht hat.

Der Name Aschermittwoch kommt vom Brauch, die Asche von Palmen des Palmsonntags des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen auf der Stirn mit einem Kreuz aus dieser Asche zu zeichnen (Aschenkreuz). Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden.

Eine Hand zeichnet ein Aschekreuz auf die Stirn eines Kindes

Übrigens: Zum Fischessen geht man nicht im Kostüm, sondern ganz frisch geduscht und ohne Schminke.

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