Der Elferrat gilt als das „Parlament des Narrenreichs“ – die auf der Bühne einer Karnevalssitzung sitzende Führungsriege, die das Programm eröffnet, begleitet und dem Abend den narrensicheren Rahmen gibt.
Herkunft und Zahl
Der Begriff entstand im Zuge der Kölner Karnevalsreform von 1823. Eine verbreitete, aber nicht unumstrittene Deutung führt die Zahl Elf auf die Losung der Französischen Revolution zurück – „Égalité, Liberté, Fraternité“ (Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit) – die sich klanglich in „ELF“ wiederfinden lasse. Andere Erklärungsansätze verweisen allgemein auf die als Symbol des Karnevals geltende Narrenzahl 11, deren genaue Herkunft historisch nicht abschließend geklärt ist (siehe den Lexikoneintrag „Narrenzahl 11″).
Aufgabe und Besetzung
Im traditionellen Sinne bildet der Elferrat den Vorstand einer Karnevalssitzung. Er besteht meist aus den Vorstandsmitgliedern der jeweiligen Gesellschaft, tritt aber – dem Namen entsprechend – häufig in Gruppen von elf oder einem Vielfachen davon auf der Bühne auf. Während einer Sitzung eröffnet und begleitet der Elferrat das Programm, ruft gemeinsam mit dem Publikum „Alaaf“, unterstützt die Büttenredner und sorgt für die karnevalistische Stimmung im Saal.
Die Elferratsmütze
Zur klassischen Erscheinung gehört die spitz zulaufende Elferratsmütze, meist mit bunten Bändern und dem Emblem der jeweiligen Gesellschaft verziert. Jede Karnevalsgesellschaft gestaltet ihre eigene Mütze und macht damit die Zugehörigkeit und Tradition der Gruppe auf einen Blick erkennbar.
Quellen: t-online.de, narrenlexikon.de, maskworld.com (siehe redaktionelle Quellenangabe im Karnevalslexikon-Eintrag).