„Funken“ ist der Sammelbegriff für die uniformierten Traditionskorps des Kölner Karnevals, die in ihrer historisierenden Kleidung humorvoll an das frühere kölnische Bürgermilitär erinnern – bekannteste Vertreter sind die Roten und die Blauen Funken.
Ursprung: eine Persiflage auf die Stadtmiliz
Die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 gelten als älteste Traditionsgesellschaft dieser Art und wurden im selben Jahr wie das Festkomitee Kölner Karneval gegründet. Sie zogen bereits beim ersten geordneten Rosenmontagszug 1823 als Garde des Prinzen mit. Name, Tracht und Auftreten der Roten Funken sind an die kölnische Bürgermiliz vor der französischen Besetzung Ende des 18. Jahrhunderts angelehnt – der Überlieferung nach übergab diese Miliz die Stadt kampflos, was die Funken bis heute mit selbstironischem Augenzwinkern aufgreifen, statt es zu verschweigen.
1870 gründete sich mit der Kölner Funken-Artillerie (blau-weiß) – den Blauen Funken – ein zweites großes Traditionskorps; ihre Uniform orientiert sich an der des preußischen Dragoner-Regiments Ansbach-Bayreuth.
Bräuche der Funken
Mit den Funken sind mehrere feste Bräuche verbunden: das Stippeföttche als ausgelassener Funkentanz, das Funkenbiwak als Lagerfeuer-Fest vor der Session sowie das Funkenmariechen als tänzerisches Aushängeschild der Korps. Beim Rosenmontagszug und bei Sitzungen treten die Funken traditionell in geschlossener Formation auf.
Quellen: de.wikipedia.org (Rote Funken, Blaue Funken), werkladen.de.