Porträt

Das Steingass Terzett – Musikgeschichte mit Herz und Humor

Das Steingass Terzett war eine kölsche Gesangsgruppe, gegründet 1946 von Toni Steingass. Mit humorvollen und lebensnahen Liedern prägten sie den Kölner Karneval nachhaltig. Ihre Musik spiegelte kölsche Mentalität wider und beeinflusste spätere Bands wie Bläck Fööss und Höhner. Ein echtes Stück kölscher Musikgeschichte.

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Historische Autogrammkarte des Steingass Terzetts mit drei Männern in Anzügen
Historische Autogrammkarte des Steingass Terzetts mit drei Männern in Anzügen

Wer waren die Steingässer?

Das Steingass Terzett war eine bekannte Gesangsgruppe im kölschen Karneval, die mit ihrem Humor, ihren lebensnahen Texten und der Liebe zur Heimatstadt Köln das Publikum über Jahrzehnte begeisterte. Die Gruppe wurde in der Nachkriegszeit gegründet und ist bis heute ein fester Bestandteil der kölschen Musikgeschichte.

Gründung in der Nachkriegszeit

Gegründet wurde das Trio 1946 von Toni Steingass, einem echten Multitalent: Texter, Komponist, Musiker, Verleger und Moderator. Gemeinsam mit den Sängern Franz Josef Schmitz und Bernd Sperl begann er, die kölsche Musiklandschaft mitzugestalten. Später kamen Heinz Oepen und Johann Kasper Virnich (genannt Käp) dazu.

Toni Steingass – Der kreative Kopf

Toni Steingass (1921 in Köln – 1987 in Mechernich-Kommern) war das Herz des Terzetts. Er schrieb unzählige Liedertexte und Kompositionen, die nicht nur für sein eigenes Ensemble, sondern auch für viele andere kölsche Künstler zum Repertoire wurden. Sein Gespür für Sprache, Witz und rheinische Lebensfreude prägte die Musik des Trios entscheidend.

Lieder mit Witz und Tiefgang

Das Steingass Terzett war für seine humorvollen, aber oft auch tiefgründigen Texte bekannt. Ihre Musik spiegelte den Alltag, die Eigenheiten der Kölschen und das Leben zwischen Trümmern und Wiederaufbau wider. Lieder wie:

  • De freiwillige Feuerwehr
  • Em zibbelonische Gahde
  • Ne kölschen Explezier
  • Hurra-Marsch / Hurra, der liebe Jung

sind nur einige Beispiele für ihre pointierte, volksnahe Musik, die sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregte.

Klassiker des kölschen Karnevals

In den frühen 1950er-Jahren war das Steingass Terzett aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken. Ihre Auftritte gehörten zu den Highlights vieler Sitzungen, und ihre Platten fanden reißenden Absatz. Besonders die Kombination aus kölscher Mundart, eingängigen Melodien und theatralischer Performance begeisterte das Publikum.

Von der Bühne ins Radio

Neben Bühnenauftritten hatte das Trio auch Erfolge im Rundfunk. Toni Steingass war später als Moderator im WDR aktiv und brachte so die kölsche Sprache und Musik auch in die Wohnzimmer der Region. Der Klang des Steingass Terzetts wurde so über Köln hinaus bekannt.

Das musikalische Erbe: Die Steingässer

Ab 1972 trat Toni Steingass gemeinsam mit seinem Sohn Helmut (Heli) Steingass unter dem Namen Die Steingässer auf. Damit setzte er die musikalische Familiengeschichte fort – ein Generationenprojekt, das das musikalische Erbe pflegte und weiterentwickelte. Auch auf dem Album „Et Bess vun Kölle“ sind Werke von Vater und Sohn zu hören, teilweise mit Begleitung des Kölner Kinderchors.

Einfluss auf die kölsche Musikszene

Das Steingass Terzett war eine Art Wegbereiter für spätere Karnevals- und Mundartbands wie die Bläck Fööss, Höhner oder Paveier. Ihre Lieder leben in den Herzen vieler weiter und werden immer wieder neu interpretiert. Sie haben dazu beigetragen, dass kölsche Musik mehr ist als nur Karneval – nämlich auch ein Stück Heimat und Identität.

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  1. Ulrich Langner

    Ich habe eine Schellackplatte vom Steingass Terzett „Em Zibbelonische Gahde“ , Rückseite „Der
    Raderbergerboorebürgerspillverein“ zu verkaufen.
    Falls Interesse besteht bitte melden.
    UlrichLangner@aol.com

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