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Mehr Kontrollen, weniger Eskalation – Die Polizeieinsätze an Weiberfastnacht 2026

Wechselhaftes Wetter trieb viele früh in die Kneipen. Wie die Einsatzbilanz an Zülpicher Platz, Ringen und in der Südstadt ausfiel.

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Polizisten der NRW-Bereitschaftspolizei neben Feiernden in Tierkostümen bei Weiberfastnacht
Polizeieinsatz bei Weiberfastnacht in Köln

Köln, 13. Februar 2026. Während tausende Jecke den Auftakt des Straßenkarnevals feierten, war die Polizei bis tief in die Nacht im Dauereinsatz. Das wechselhafte Wetter trieb viele Feiernde frühzeitig in Kneipen und Bars – die bekannten Hotspots wie Zülpicher Platz, Ringe und Südstadt leerten sich am Abend schneller als in vergleichbaren Vorjahren.

Doch wie fällt die Einsatzbilanz aus?

Die Zahlen von 2026 im Überblick

Die Polizei zog am Abend eine erste Zwischenbilanz – endgültige Zahlen folgen traditionell erst nach Aschermittwoch. Bereits jetzt zeigt sich:

  • Über 140 Jugendschutzkontrollen
  • 3 Jugendliche an das Jugendamt übergeben
  • 111 Platzverweise
  • 35 Ingewahrsamnahmen zur Verhinderung weiterer Auseinandersetzungen
  • 7 sichergestellte Messer bei Kontrollen
  • Mehr als 120 Verkehrskontrollen
  • 24 Strafverfahren und 13 Ordnungswidrigkeiten gegen E-Scooter-Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Insgesamt spricht die Polizei von einer überwiegend friedlichen Stimmung. Größere Eskalationen blieben aus, Einsatzkräfte mussten meist nur punktuell eingreifen.

Schwere Einzelfälle trüben das Bild

Trotz der insgesamt ruhigen Lage kam es zu einzelnen gravierenden Vorfällen:

  • Mehrere Anzeigen wegen sexueller Belästigung; in einem Fall ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts einer vollendeten Vergewaltigung in einer Kneipe in der Südstadt.
  • Ein Mann erlitt am Zülpicher Platz nach einem Faustschlag schwere Gesichtsverletzungen.
  • Gegen 2.50 Uhr wurde ein 44-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, nachdem er auf dem Hohenzollernring einen 22-Jährigen mit einem Hammer angegriffen haben soll.

Diese Vorfälle zeigen: Auch bei insgesamt friedlicher Stimmung bleibt der Karneval für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung.

Vergleich mit den Vorjahren

Mehr Prävention, weniger Großeinsätze?

In den Jahren vor der Pandemie und auch 2024 waren die Straßen bei gutem Wetter teils deutlich voller – entsprechend stiegen auch Einsatz- und Anzeigezahlen. 2026 hingegen wirkte das Bild differenzierter:

  • Wetterbedingt weniger Menschen auf den Straßen
  • Höhere Kontrolldichte bei Jugendschutz, Waffen- und Verkehrskontrollen
  • Schwerpunkt auf präventiven Maßnahmen

Während in früheren Jahren insbesondere Alkohol-Exzesse, Massenschlägereien oder Taschendiebstähle dominierten, stand 2026 stärker die Prävention im Vordergrund. Die hohe Zahl an Platzverweisen und Kontrollen deutet auf eine konsequente Strategie hin: früh eingreifen, bevor es eskaliert.

Fazit: Wachsam, aber entspannt

Weiberfastnacht 2026 zeigt ein Bild zwischen Tradition und Sicherheitskonzept. Trotz einzelner schwerer Straftaten blieb die Lage insgesamt kontrollierbar.

Das Zusammenspiel aus wetterbedingt geringerer Straßendichte und intensiver Polizeipräsenz dürfte dazu beigetragen haben, dass größere Eskalationen ausblieben.

Ob sich dieser Trend auch über die weiteren Karnevalstage fortsetzt, wird die abschließende Gesamtbilanz nach Aschermittwoch zeigen.

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