Die EhrenGarde der Stadt Köln e.V. 1902 ist eine der bekanntesten und traditionsreichsten Gesellschaften im Kölner Karneval. Als Ordentliche Gesellschaft des Festkomitees des Kölner Karnevals von 1823 e.V. gehört sie zu den legendären Traditionskorps, die den Karneval in Köln über Jahre hinweg geprägt haben. Ihre Geschichte geht bis ins Jahr 1900 zurück, als sie als Reiterkorps im Restaurant Metzmacher gegründet wurde. Die Zahl 1902 im Vereinsnamen verweist auf das Jahr, in dem die EhrenGarde erstmals im Kölner Rosenmontagszug mitging und diese bedeutende Zahl als Symbol ihrer Tradition in den Vereinsnamen übernahm.
Die Gründung und der Ursprung der EhrenGarde
Die EhrenGarde der Stadt Köln wurde ursprünglich am 11. November 1900 gegründet, als Reiterkorps. Im Jahr 1902 trat sie dann offiziell als Begleitgarde im Rosenmontagszug in Erscheinung und wurde seither untrennbar mit diesem Ereignis verbunden. Der erste Präsident der EhrenGarde war Heinz Stupp, der maßgeblich zum Aufstieg und zur Festigung der Gesellschaft beitrug. Seitdem ist die EhrenGarde ein wichtiger Bestandteil des Kölner Karnevals.
Das Motto „Dem Bauer zur Wehr, der Jungfrau zur Ehr“
Ein Markenzeichen der EhrenGarde ist ihr einzigartiges Motto: „Dem Bauer zur Wehr, der Jungfrau zur Ehr“. Diese Tradition spiegelt die wichtige Rolle wider, die die EhrenGarde bei der Begleitung von Bauer und Jungfrau im Kölner Rosenmontagszug spielt. Als Begleitgarde übernehmen sie den Schutz des Bauers und die Ehrung der Jungfrau, was sie zu einem unverzichtbaren Teil der farbenprächtigen Karnevalsprozession macht.
Der Ursprung des „Rubbedidupp“
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Geschichte der EhrenGarde ist der Schlachtruf „Rubbedidupp“. Dieser Ausdruck entstand im Jahr 1902 bei ihrem Debüt im Rosenmontagszug. In einer Szene während des Zuges täuschten der Bauer und die Jungfrau eine Wagenpanne an. In diesem Moment sprang die EhrenGarde spontan in den Zug, um als „Begleitschutz“ zu agieren. Der Ausdruck „Rubbedidupp“, was im Hochdeutschen „im Handumdrehen“ bedeutet, wurde fortan als ihr Schlachtruf übernommen und ist bis heute das Erkennungszeichen der EhrenGarde.
Die EhrenGarde und ihr Zuhause in der Hahnentorburg
Seit 1989 ist die Hahnentorburg am Kölner Rudolfsplatz das Zuhause der EhrenGarde der Stadt Köln. Dieser historische Ort bietet der Gesellschaft nicht nur einen würdigen Versammlungsort, sondern ist auch ein Symbol für die tiefe Verwurzelung im Kölner Karneval und der Stadtgeschichte.
Die EhrenGarde als Traditionskorps
Die EhrenGarde der Stadt Köln e.V. 1902 gehört zu den neun Traditionskorps des Kölner Karnevals. Zu diesen hoch angesehenen Gruppen zählen auch die Kölsche Funke rut-wieß von 1823 e.V., die Blaue Funken Kölner Funken Artillerie 1870 e.V., die Kölner KG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V., und viele mehr. Mit ihrem außergewöhnlichen Engagement und ihrer langjährigen Tradition hat sich die EhrenGarde einen festen Platz in der Kölner Karnevalsgeschichte erarbeitet und trägt heute als eines der ältesten Traditionskorps maßgeblich zur Pflege der Kölner Karnevalstraditionen bei.