Porträt
Einmal Prinz – und für immer ein bisschen Prinz
Wicky Junggeburth wird 75 – und sein größter Wunsch geht seit 33 Jahren immer wieder in Erfüllung
Eigentlich hatte Wicky Junggeburth ziemlich bescheidene Ansprüche. „Eimol Prinz zo sin“, einmal Prinz zu sein – mehr verlangte das Lied schließlich nicht.
1993 hat er das erledigt.
Wicky Junggeburth wurde Prinz Wicky I. im Kölner Dreigestirn und sang sich mit „Eimol Prinz zo sin“ gleich noch ein eigenes musikalisches Denkmal.
Das Prinzenamt musste er nach der Session wieder abgeben. Das Lied nicht.
Bis heute gehört es zu den kölschen Karnevalsliedern, bei denen schon nach wenigen Worten ein ganzer Saal weiß, wie es weitergeht. Aus dem persönlichen Lied eines Prinzen wurde ein Lied für all diejenigen, die vermutlich niemals selbst oben auf einem Prinzenwagen stehen werden.
Am 17. September wird Wicky Junggeburth 75 Jahre alt.
Bankkaufmann war er, Büttenredner, Sänger und Moderator. Mehr als zwei Jahrzehnte kommentierte er für den WDR den Kölner Rosenmontagszug. Und schon als kleiner Junge soll ihn der Karneval derart gepackt haben, dass er mit acht Jahren allein zum Rosenmontagszug zog und mit zehn seine erste Büttenrede hielt.
Aber vielleicht lässt sich seine kölsche Karriere ohnehin viel kürzer zusammenfassen:
Wicky Junggeburth wollte einmal Prinz sein.
Das hat geklappt.
Und aus „eimol“ ist längst ein ganzes kölsches Leben geworden.
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