Hässlicher geht nicht: Der Karl Küpper-Platz in der Kölner Altstadt
Köln | Wird das jetzt doch noch was?
Dass sich Köln mit der Würdigung seiner Größen schwer tut, ist nichts Neues.
Ludwig Sebus (101) wartet bekanntermaßen noch immer seit Jahren auf den ihm versprochenen Brunnen in Deutz.
Und ein Platz in der Altstadt ist seit vielen Jahren ein einziger Schandfleck.
Der nach Karl Küpper benannte Fleck nahe des Rathauses. Unbegrünt, eine brach liegende Asphalt-Wüste im Nichts, ohne Büste, Denkmal.
Doch das soll sich nun ändern. Angeblich.
Kölner Original: Projektteam will Schandfleck verändern
„Alles beim Alten am Karl-Küpper-Platz? Sage und schreibe 15 Jahre ist es jetzt her, dass der Kölner Karnevalist Karl Küpper “seinen” Platz in der Innenstadt bekam.
Trotz zahlreicher Bemühungen zur Aufwertung des Platzes ist der aktuelle Stand leider ernüchternd: Im kollektiven Gedächtnis der Stadt ist der Karl-Küpper-Platz noch nicht wirklich angekommen, darüber hinaus lässt die Aufenthaltsqualität vor Ort zu wünschen übrig.

Und das bei einer Person, die mit ihrer aktiven und unermüdlichen Positionierung gegen die Nazis heute vielleicht wichtiger denn je ist“, heißt es von einer Gruppe junger Aktivisten, die das Image des Areals buchstäblich aufpolieren und dem aufrechten Karnevalisten posthum zu berechtigtem Glanz verhelfen möchten.
„Wir wollen, dass der Karl Küpper Platz seinem Namenspatron endlich gerecht wird“, heißt es vom Projektteam weiter, „In den letzten Monaten haben wir, eine Gruppe Studierender der Köln International School of Design KISD, TH Köln), uns intensiv mit dem Platz, seinen Nutzer:innen, Problemen und Potentialen beschäftigt und wurden dabei von Prof. Andreas Wrede betreut.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie die Erinnerung an Karl Küpper am Platz sichtbar, zugänglich und lebendig gemacht werden kann, sowie welche Rolle der Platz künftig im städtischen Alltag spielen könnte.
Dazu haben wir uns mit der Biografie Karl Küppers auseinandergesetzt, den Platz beobachtet und analysiert, Gespräche mit unterschiedlichen Akteurinnen geführt.
Anschließend haben wir einen Workshop auf dem Karl-Küpper-Platz veranstaltet, bei dem Vertreter*innen aus Küppers Familie, Karneval, Kulturszene, Stadt sowie Kenner der Kölner NSGeschichte ihre Ideen einbrachten.
Zum Abschluss unseres Projekts möchten wir gerne unsere Ideen den Kölnerinnen und Kölnern präsentieren.
Insgesamt schlagen wir vier Entwicklungsziele vor:
- Karl Küpper würdigen
- Aus dem KKP einen Ort machen, an dem man sich gerne aufhält
- Den KKP karnevalistisch erschließen
- Den KKP stärker ins lokale Netzwerk einbetten“

Man kündigt für dieses Wochenende an: „Was sich konkret dahinter verbirgt und wie unsere Vision des Karl-Küpper-Platzes aussieht, werden wir am Samstag, 26.09.2026, 14 – 18 Uhr direkt vor Ort am Platz veranschaulichen.
Gezeigt werden unsere Entwürfe und Zukunftsszenarien für den Platz. Gleichzeitig soll die Veranstaltung Raum für Austausch über die weitere Entwicklung des Karl-Küpper-Platzes bieten. Für eine musikalische Begleitung konnten wir Lucito, Flor de Sauco und Rolly Brings gewinnen.“
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