Name und Entstehung
Die Altreucher sind eine kölsche Mundart- und Karnevalsband, deren Geschichte in den frühen 2000er-Jahren begann. Das kölsche Wort „Altreucher“ bezeichnet einen Händler oder Sammler alter, gebrauchter Dinge. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Sänger Volker Dahmen, Bassist Christoph Herold und Gitarrist Marco „Scheng“ Schwabach. Dahmen wurde zum musikalischen Kopf, schrieb und arrangierte viele Titel und vertrat die Gruppe nach außen.
Durchbruch mit „Hahnepooz“
Den ersten großen Erfolg erzielten die Altreucher 2006. Mit „Hahnepooz“, einem Lied über das Hahnentor am Rudolfplatz, gewannen sie die Närrische Hitparade des WDR. Zu wichtigen Stationen wurden außerdem die Auftritte zur Sessionseröffnung auf dem Kölner Heumarkt vor über 10.000 Jecken und im WDR-Fernsehen.
Ihr Motto lautete „100 Prozent Live, 100 Prozent Heimatgefühl“.
Musik und „Heimatjeföhl“
Musikalisch beschränkten sich die Altreucher nie auf Schunkellieder. Ihr Repertoire verbindet Rockgitarren, Pop, Reggae, Ska, Balladen und kölsche Stimmungsmusik. Mehrstimmiger Gesang und Texte über Köln, Heimat, Freundschaft und das Leben am Rhein bilden die verbindenden Elemente. Die Band bewahrt Tradition, ohne ihren Klang auf alte Karnevalsmuster zu begrenzen.
2013 erschien das Album „Heimatjeföhl“ mit 14 Titeln. Es zeigte die stilistische Breite der Gruppe und festigte ihren Platz in der kölschen Musikszene. Weitere bekannte Lieder sind „Hück es die Naach“, „He am Rhing“, „Rut Wiess Bunt“ und „Heem no Ihrefeld“. Letzteres überträgt die Melodie des STS-Hits „Fürstenfeld“ auf eine kölsche Heimkehrgeschichte.
Besetzungswechsel und Pause
Die Besetzung änderte sich mehrfach. In den 2000er- und 2010er-Jahren wirkten unter anderem Thorsten Gimborn am Schlagzeug, Tobias Dreßler an Keyboard und Akkordeon sowie die Gitarristen Sven Jungbeck und Marius Gaida mit. Um 2016 trat die Gruppe als sechsköpfige Live-Band auf.
Im März 2018 endete diese Phase. Volker Dahmen hatte rund 15 Jahre als Frontmann auf der Bühne gestanden und trat später zeitweise solo auf. Mehr als vier Jahre blieben die Altreucher von den Bühnen verschwunden.
Neustart und Gegenwart
Zur Session 2022/23 meldete sich die Band als „Altreucher 2.0“ zurück. Für den Neustart kündigte sie drei neue Lieder an und beschrieb ihr Konzept als musikalisch bunter, im Herzen aber traditionell kölsch. Die Besetzung wurde danach erneut verändert.
Für 2026 werden Volker Dahmen am Gesang, Christoph an Bass und Gesang, Maurice an der E-Gitarre, Felix an den Keyboards und Gu am Schlagzeug genannt. Alle beteiligen sich am Gesang. Die Altreucher treten weiterhin im Karneval, bei Stadtfesten und Open-Air-Veranstaltungen auf. Ein Konzert im Gaffel am Dom im August 2025 und Auftritte in der Session 2026 belegen ihre Aktivität.
Die Band steht damit für Beständigkeit trotz Pause und Personalwechseln. Ihr Profil bleibt die Verbindung aus handgemachter Livemusik, modernen Stilmitteln, kölscher Sprache und Heimatgefühl.