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Bunt kostümierte Karnevalsteilnehmer in Köln während des Karnevals.

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Belinda

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Belinda

Künstlername und Herkunft

Unter dem Namen „Belinda“, teilweise auch „Et Belinda“, trat die Kölner Sängerin Belinda Haarhausen im rheinischen Karneval auf. Ihre Karriere begann 1970 im Kindesalter. Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers bezeichnet sie beim Start als Fünfjährige; diskografische Datenbanken nennen allerdings ein Geburtsdatum, das dazu nicht genau passt. Sicher belegt sind der frühe Beginn, ihre Herkunft aus Köln und ihre langjährige Tätigkeit als Sängerin kölscher Lieder.

Frühe Schallplatten

Bereits 1971 erschien mit „Papa, lass das Trinken sein“ eine erste Single bei Bellaphon. „Wat e Glöck“ kam 1972 bei BASF Cornet heraus, 1973 folgten dort „Nix wie raus ins Grüne“ und „Zwei-Mark-achtzig im Lotto“. 1974 erschien bei Decca „E Tütchen mit Pomm-Frit“ mit „Auf Vati is Verlaß“ auf der Rückseite.

Stil und Bühnenrolle

Belindas Repertoire verband kölsche Mundart, Karnevalsschlager und humorvolle Alltagsgeschichten. Die Titel handelten von Familie, Essen, kleinen Geldsorgen, Köln und dem Fastelovend. Die Lieder waren knapp, eingängig und auf das Mitsingen in Sälen ausgerichtet. Der Künstlername ohne Nachnamen machte sie leicht wiedererkennbar und passte zur unmittelbaren Ansprache des Publikums.

Weitere Veröffentlichungen

Die Tonträgerproduktion setzte sich durch die 1970er-Jahre fort. Dokumentiert sind „Stippeföttche Rock ’n’ Roll“ von 1975, „Do hätt’s besser Fleut geliert“ von 1976, „Einmal Funkemarieschen sein“ aus dem Jahr 1978 und „… aber Düsseldorf ist leider viel zu weit“ von 1979. Belindas Aufnahmen erschienen bei Bellaphon, BASF Cornet, Decca, Odeon und WPL. Beiträge wurden außerdem in zeitgenössische Sampler aufgenommen, darunter „Die Hits der Narren“ und „Karneval der Stars“.

Karriere bis in die 1980er-Jahre

1983 erschien „So war, so ist, so bleibt Belinda“. Auf „Karneval der Stars – Folge 14“ zur Session 1984/85 war sie unter ihrem vollständigen Namen Belinda Haarhausen mit „Bei de Mam om Ärm“ vertreten. Ihre Biografie ist heute jedoch nur bruchstückhaft in Presse- und Onlinearchiven erschlossen; am besten nachvollziehbar bleibt die Laufbahn anhand erhaltener Schallplatten und Katalogeinträge.

Musikalische Familie

Belinda Haarhausen ist die Mutter der 1991 in Köln geborenen Sängerin Linda Teodosiu. Diese wurde 2008 durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt und ist seit 2022 Frontfrau der kölschen Pop-Rock-Band Mätropolis. In Interviews nennt Teodosiu die Karnevalstätigkeit ihrer Mutter als Teil ihrer musikalischen Prägung. Belinda hilft der Band zudem bei Fragen zur korrekten kölschen Sprache. Ihre Erfahrung wirkt so über die eigene Bühnenzeit hinaus: Die Verbindung von Mundart, Pop und Fastelovend wird in der nächsten Generation fortgeführt.

Bedeutung

Belinda steht für eine selten dokumentierte weibliche und kindliche Perspektive im Kölner Karneval der 1970er-Jahre. Ihre Singles zeigen, wie früh junge Stimmen in die professionelle Produktion kölscher Unterhaltungsmusik einbezogen wurden.

Art: Künstler

Status: Aktiv

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