Seit fast zwei Jahrzehnten gehören die CÖLLNER zur kölschen Musik- und Karnevalsszene. Mit eingängigen Melodien, Texten in kölscher Sprache und einer lebendigen Bühnenpräsenz hat sich die Band ein eigenes Publikum erspielt. Ihre Auftritte führen sie von kleineren Pfarrsitzungen bis auf die großen Bühnen des rheinischen Karnevals.
Erfolgreicher Start mit der „Winzerin vom Rhein“
Die CÖLLNER wurden im Jahr 2007 gegründet. Bereits mit ihrem ersten Titel gelang der Band ein beachtlicher Einstieg: „Die Winzerin vom Rhein“ wurde schnell über die Grenzen Kölns hinaus bekannt und entwickelte sich zu einem ihrer Erkennungsstücke.
Das Lied brachte vieles mit, was einen erfolgreichen Karnevalstitel auszeichnet: eine leicht zugängliche Geschichte, einen eingängigen Refrain und eine Melodie, die zum Mitsingen und Schunkeln einlädt. Damit legten die CÖLLNER den Grundstein für ihre weitere Laufbahn.
Nach Angaben der offiziellen Internetseite der Band folgten Titel wie „10 Meter gehen“, „Angelina“ und „Die Nummer 1 vom Rhein“. Die unterschiedlichen Lieder zeigen, dass sich die Gruppe nicht auf einen einzigen musikalischen Stil oder ein bestimmtes Thema festlegen lässt.
Bekannte Lieder für die jecke Jahreszeit
„10 Meter gehen“ gehört zu den humorvollen Stimmungstiteln im Repertoire der CÖLLNER. Das Lied greift mit einem Augenzwinkern eine Situation auf, die vielen Menschen bekannt vorkommen dürfte: Nach einem feuchtfröhlichen Abend können selbst wenige Meter zu einer unerwarteten Herausforderung werden.
Mit „Angelina“ präsentierte die Band einen sommerlich klingenden Titel, während „Die Nummer 1 vom Rhein“ die Verbundenheit mit Köln und dem Rheinland in den Mittelpunkt stellt. Solche Lieder funktionieren nicht nur auf klassischen Karnevalssitzungen, sondern auch bei Stadtfesten, Vereinsveranstaltungen und kölschen Konzertabenden.
Zum Repertoire gehören außerdem Stücke wie „Ävver mer blieve“, „Janz Kölle steht hück op dem Kopp“, „Uns Sproch es Heimat“ und „Endlich widder Karneval“. Einige Titel setzen vor allem auf ausgelassene Stimmung, andere beschäftigen sich stärker mit Heimat, Sprache, Zusammenhalt und dem kölschen Lebensgefühl.
Mit „Du bes alles“ veröffentlichten die CÖLLNER 2022 zudem einen gemeinsamen Titel mit dem Kölner Musiker Mo-Torres. Auch neuere Veröffentlichungen wie „Lalala Laila“ zeigen, dass die Band ihr Programm regelmäßig erweitert und dabei neben dem traditionellen Sitzungskarneval ebenfalls moderne Einflüsse aufgreift.
Die Musiker hinter den CÖLLNERN
Frontmann, Sänger und Gründungsmitglied der Band ist Sepp Ferner. Der gebürtige Österreicher prägt das Erscheinungsbild der CÖLLNER und übernimmt auf der Bühne den direkten Kontakt zum Publikum.
An der Gitarre steht Frank Faust, der innerhalb der Band außerdem als Multiinstrumentalist aktiv ist. Burkhard Kaiser spielt Gitarre und Ukulele. Darüber hinaus beherrscht er unter anderem Bass, Keyboard und Klavier. Nach Angaben der Band komponiert er einen großen Teil der CÖLLNER-Titel.
Für den Rhythmus sorgt Schlagzeuger Heiko Glauch. Bernie Monk ergänzt den Klang mit Keyboard, Klavier und Quetsch. Damit verfügen die CÖLLNER über eine vielseitige instrumentale Besetzung, die sowohl schnelle Stimmungslieder als auch ruhigere und gefühlvollere Stücke ermöglicht.
Unterstützt werden die Musiker hinter den Kulissen von Marco Attuoni. Er übernimmt unter anderem Fahrten, technische Koordination und organisatorische Aufgaben rund um die Auftritte. Gerade während der Session, wenn mehrere Veranstaltungen an einem einzigen Tag auf dem Programm stehen können, ist diese Arbeit ein wichtiger Bestandteil eines reibungslosen Ablaufs.
Von der Pfarrsitzung bis zur Kölnarena
Die Hauptsaison der CÖLLNER beginnt am 11. November und reicht bis Aschermittwoch. Während dieser Zeit ist die Band auf zahlreichen Veranstaltungen im Rheinland zu erleben. Das Spektrum reicht von kleineren, familiären Sitzungen bis zu großen Karnevalsproduktionen.
Zu den bekannten Spielorten gehört die Lachende Kölnarena in der Lanxess-Arena. Dort treffen Musikgruppen, Redner, Tanzkorps und Traditionsgesellschaften vor vielen Tausend Jecken aufeinander. Die CÖLLNER waren über mehrere Jahre Teil des umfangreichen Programms.
Die Größe des Saales verändert dabei zwar die Anforderungen an einen Auftritt, nicht aber dessen Kern. Auch in einer großen Arena müssen Melodie, Refrain und Bühnenpräsenz innerhalb weniger Augenblicke beim Publikum ankommen. Auf einer kleineren Sitzung wiederum ist der Kontakt zu den Gästen unmittelbarer und persönlicher.
Gerade diese unterschiedlichen Auftrittssituationen machen den Alltag einer Karnevalsband besonders anspruchsvoll. Dass die CÖLLNER sowohl auf kleinen als auch auf großen Bühnen auftreten, unterstreicht ihre langjährige Erfahrung. Der Stammtisch Kölner Karnevalisten führt die Gruppe in seinem Verzeichnis der aktiven Musikgruppen.
Nicht nur im Karneval unterwegs
Obwohl die meisten Auftritte während der Karnevalssession stattfinden, sind die CÖLLNER das ganze Jahr über aktiv. Sie spielen auf Sommer- und Stadtfesten, bei privaten Feiern sowie auf weiteren Veranstaltungen mit kölschem oder rheinischem Bezug.
Einen besonderen Platz im Jahresprogramm nehmen die Weihnachtskonzerte ein. Dabei verbindet die Band kölsche Musik mit einer vorweihnachtlichen Atmosphäre. Die Konzerte zeigen eine andere Seite der Musiker und bieten Raum für ruhigere Töne, besondere Gäste und Geschichten rund um die Adventszeit.
Dass die Gruppe auch außerhalb des Karnevals funktioniert, liegt an der Breite ihres Repertoires. Nicht jedes Lied ist ausschließlich für den Sitzungssaal geschrieben. Viele Titel handeln von Köln, Freundschaft, Liebe oder gemeinsamen Erlebnissen und können deshalb zu unterschiedlichen Jahreszeiten gespielt werden.
Kölsche Sprache als Teil der musikalischen Identität
Für die CÖLLNER ist die kölsche Sprache ein wesentliches Merkmal ihrer Musik. Mundart ermöglicht Formulierungen, Bilder und Pointen, die in einer hochdeutschen Übersetzung häufig einen Teil ihrer Wirkung verlieren würden.
Gleichzeitig müssen moderne kölsche Lieder auch für Menschen zugänglich bleiben, die den Dialekt nicht vollständig beherrschen. Eingängige Refrains, klare Geschichten und die Verbindung von Sprache und Melodie helfen dabei, diese Grenze zu überwinden.
Auf diese Weise leisten Bands wie die CÖLLNER einen Beitrag dazu, die kölsche Sprache im Alltag und im Karneval hörbar zu halten. Ihre Musik verbindet Brauchtum mit Unterhaltung und führt zugleich vor Augen, dass kölsche Töne nicht ausschließlich in historischen Liedern zu finden sind.
Eine Band mit festem Platz im Kölner Karneval
Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben sich die CÖLLNER kontinuierlich weiterentwickelt. Auf den frühen Erfolg von „Die Winzerin vom Rhein“ folgte ein umfangreiches Repertoire, das von humorvollen Stimmungsliedern bis zu Titeln über Heimat und Zusammenhalt reicht.
Die Band steht für einen Karneval, in dem Tradition und zeitgemäße Unterhaltung nebeneinander bestehen können. Ob auf der Pfarrsitzung, in der großen Arena, beim Sommerfest oder während eines Weihnachtskonzerts: Die CÖLLNER präsentieren kölsche Musik als gemeinschaftliches Erlebnis, bei dem Mitsingen, Schunkeln und Feiern ausdrücklich erwünscht sind.