Porträt

Wie aus „Drachenfels“ Kasalla wurde

Im Jubiläums-Podcast erzählen Bastian Campmann, Flo Peil und René Schwiers, unter welchem Arbeitstitel die Band einmal gelaufen ist.

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Fotomontage der Band Kasalla aus Köln in mittelalterlichen Kostümen

Kasalla feiern 15 Jahre Bandgeschichte. Im Jubiläums-Podcast „Trone & Konfetti“ blicken Florian „Flo“ Peil, Bastian Campmann und Keyboarder René „Ena“ Schwiers zurück auf die Zeit, als die Band noch ganz am Anfang stand.

Dabei kommt eine Geschichte auf den Tisch, die viele Kasalla-Fans überraschen dürfte: Das Projekt lief tatsächlich zeitweise unter dem Arbeitstitel „Drachenfels“.

Und das war offenbar nicht nur eine Idee, die für einen Abend auf irgendeinem Zettel stand. Nach den Erinnerungen der Musiker wurde „Drachenfels“ über einen längeren Zeitraum als Arbeitstitel verwendet. Flo Peil soll auf einer alten Sicherung seines Laptops sogar noch einen Ordner mit diesem Namen gefunden haben.

Warum ausgerechnet „Drachenfels“?

Der Name hatte durchaus einen kölschen Hintergedanken. Der Drachenfels ist historisch mit dem Kölner Dom verbunden: Gestein vom Drachenfels wurde für den mittelalterlichen Dombau verwendet.

Für eine Band, die etwas Eigenes auf Kölsch schaffen wollte, war das also zunächst gar keine schlechte Verbindung.

Doch dann kam den Musikern offenbar selbst ein Gedanke, der sich kaum noch aus dem Kopf bekommen ließ:

„Drachenfels“ klingt ziemlich nach Mittelalterband.

Burgen, Ritter, Schwerter, Fellumhänge – genau dieses Bild drängt sich bei dem Namen schnell auf. Und genau in diese musikalische Ecke wollte die neue Band eben nicht.

Also wurde aus dem Drachenfels nichts.

Mehr als 100 Ideen – dann kam „Kasalla“

Die Suche nach einem neuen Namen ging weiter – und sie war offenbar alles andere als kurz.

Bereits in einem Interview aus dem Jahr 2012 erzählte die Band, dass mehr als 100 Namensideen im Raum gestanden hätten. Flo Peil und Bastian Campmann schickten sich Vorschläge hin und her.

Bis schließlich ein Wort auftauchte, bei dem es passte:

Kasalla.

Kurz, kölsch, einprägsam – und vor allem weit entfernt von jeder Mittelalter-Assoziation.

Doch ganz problemlos war auch dieser Name nicht.

Vor dem Start musste sogar Brings gefragt werden

Denn „Kasalla“ gab es in der kölschen Musik bereits.

Brings hatten schon 1992 ein Album mit dem Titel „Kasalla“ veröffentlicht.

Bastian Campmann erzählte später dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass man deshalb nicht einfach loslegen wollte. Die Musiker fragten bei Brings nach, ob es für sie in Ordnung sei, wenn die neue Band diesen Namen verwendet.

Brings gab grünes Licht.

Damit war die Sache entschieden: Der Arbeitstitel „Drachenfels“ verschwand – und Kasalla war geboren.

Heute lässt sich kaum noch vorstellen, dass auf den großen Bühnen im Kölner Karneval statt Kasalla möglicherweise einmal Drachenfels auf den Plakaten hätte stehen können.

Und wenn man sich die fünf Musiker probeweise in Fell, Leder und Ritterklamotten vor einer Burg vorstellt, versteht man vielleicht auch, warum die Entscheidung am Ende anders ausgefallen ist.

Aus „Drachenfels“ wurde Kasalla – und aus einem Arbeitstitel wurde einer der bekanntesten Bandnamen der kölschen Musik.

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