Porträt

Marita Köllner – Das „Geheimnis“ der kölschen Frohnatur

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Gemaltes Porträt von Marita Köllner, die ihre Handfläche mit der Aufschrift „Marita" zeigt
Gemaltes Porträt von Marita Köllner, die ihre Handfläche mit der Aufschrift „Marita" zeigt

Wenn man im Kölner Karneval nach dem „größten Geheimnis“ von Marita Köllner fragt, bekommt man meist keine spektakuläre Enthüllung – sondern eher eine überraschend einfache Antwort. Ihr Erfolgsrezept besteht vor allem aus drei Dingen: Authentizität, Nähe zum Publikum und unglaubliche Ausdauer.

Sie ist genau so, wie man sie erlebt

Viele Künstler im Karneval haben eine Bühnenfigur. Bei Marita Köllner sagen Kollegen oft: Die Frau auf der Bühne ist dieselbe wie privat. Ihre offene Art, das herzliche Lachen und die direkte Ansprache gehören zu ihrem Markenzeichen. Gerade im Karneval in Köln funktioniert das besonders gut – weil das Publikum sehr schnell merkt, ob jemand „echt“ ist.

Nähe zu den Menschen

Köllner hat sich nie nur auf große Bühnen konzentriert. Sie tritt seit Jahrzehnten auch bei kleineren Sitzungen, Vereinsfesten oder sozialen Veranstaltungen auf. Viele Jecken erzählen, dass sie nach Auftritten noch lange mit Gästen spricht, Fotos macht oder einfach mitfeiert. Diese Bodenständigkeit hat ihr eine enorme Popularität eingebracht.

Eine enorme Disziplin hinter der Lebensfreude

Auch wenn ihre Auftritte leicht und spontan wirken: Dahinter steckt viel Arbeit. In manchen Karnevalssessionen absolviert sie Dutzende bis über hundert Auftritte. Das bedeutet lange Tage, viele Fahrten und wenig Schlaf. Wer sie kennt, sagt deshalb oft: Hinter der fröhlichen Bühnenfigur steckt eine sehr professionelle und disziplinierte Künstlerin.

Solokünstler (Musik)Et fussich Julche: Wie Marita Köllner mit Herz und Haltung zur Stimme des Kölner Karnevals wurdeKarneval in Köln – das ist mehr als Musik, mehr als Kostüm, mehr als ein paar Tage Ausnahmezustand. Es ist ein Gefühl. Und kaum jemand verkörpert…Hier weiterlesen

Ein starker persönlicher Weg

Ein weiterer Grund, warum viele Menschen sie bewundern: Marita Köllner hat auch schwierige Zeiten durchgestanden und ist trotzdem immer wieder auf die Bühne zurückgekehrt. Gerade diese Mischung aus Stärke und Lebensfreude macht sie für viele im Karneval zu einer Identifikationsfigur.

Das eigentliche „Geheimnis“ ist also vielleicht gar keines:

Marita Köllner verkörpert genau das, was viele am Karneval lieben – Herzlichkeit, Humor und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen.

Mehr zu Marita Köllner:

Marita Köllner gehört zu den markantesten Persönlichkeiten der kölschen Musik- und Karnevalsgeschichte. Als Sängerin, Büttenrednerin, Moderatorin und Entertainerin hat sie die Kölner Bühnen über sechs Jahrzehnte geprägt. Millionen Menschen kennen sie unter ihrem Künstlernamen „Et fussich Julche“.

Ihre Karriere ist ungewöhnlich vielseitig: Köllner begann in der Bütt, wechselte eher zufällig zum Gesang und wurde anschließend auch zu einem vertrauten Gesicht des WDR-Karnevals. Ihr Repertoire reicht von klassischen Stimmungsliedern über kölsche Hymnen bis zu Mallorca- und Partysongs. Dabei blieb sie stets eng mit ihrer Heimatstadt, dem Severinsviertel und der kölschen Sprache verbunden.

2026 feierte Marita Köllner ihr 60. Bühnenjubiläum. Das ausverkaufte Konzert im Theater am Dom zeigte, dass ihre Popularität nicht allein auf Nostalgie beruht: Sie erreicht weiterhin ein Publikum, das ihre direkte, temperamentvolle und ausgesprochen volksnahe Art schätzt.

Steckbrief: Wer ist Marita Köllner?

MerkmalInformation
NameMarita Köllner
Geboren18. Mai 1958 in Köln
HerkunftVringsveedel und Severinsviertel
BerufeSängerin, Moderatorin, Entertainerin und Büttenrednerin
Künstlername„Et fussich Julche“
BühnenbeginnBereits als Kind
Bekannt gewordenAls Büttenrednerin und Stimmungssängerin
EhemannPeter Serbee
Heirat18. Mai 2017
Aktueller Meilenstein60. Bühnenjubiläum im Jahr 2026

Köllner arbeitete neben ihrer Bühnenkarriere lange Zeit bei der Stadt Köln. Öffentlich bekannt ist sie heute vor allem als Sängerin und Entertainerin, doch ihre Laufbahn lässt sich ohne ihre Anfänge in der Bütt nicht verstehen.

Herkunft: ein kölsches Kind aus dem Vringsveedel

Marita Köllner wurde im Vringsveedel geboren und wuchs im Severinsviertel auf. Diese Herkunft ist für ihre Künstlerpersönlichkeit zentral. Das Severinsviertel gehört zu den Veedeln, in denen Kölsch nicht nur auf der Karnevalsbühne, sondern im Alltag, in der Nachbarschaft und in der Familie präsent ist.

Köllner hat Köln deshalb nie lediglich als Thema ihrer Lieder behandelt. Sie verkörpert vielmehr eine bestimmte Form von Kölner Lebensgefühl: direkt, herzlich, selbstbewusst, manchmal laut, aber ebenso sentimental und hilfsbereit. In ihren Auftritten verbindet sie die Sprache des Veedels mit einer großen Nähe zum Publikum.

Schon als Kind trat sie bei Schul- und Vereinssitzungen auf. Die Quellen nennen dabei unterschiedliche Details: Ältere Biografien sprechen von ersten Auftritten mit etwa zehn Jahren, in einer Rückschau von 2026 erinnerte sie sich an einen Auftritt im Gürzenich mit zwölf. Wahrscheinlich beziehen sich diese Angaben auf unterschiedliche Stationen ihrer frühen Bühnenlaufbahn. Unstrittig ist, dass Köllner bereits als Kind den Weg auf die Karnevalsbühne fand.

Von der Bütt zum „fussich Julche“

Ihre ersten Auftritte absolvierte Köllner zunächst als Rednerin. Bei der KAJUJA, einer wichtigen Nachwuchsorganisation des Kölner Karnevals, erhielt sie Unterstützung und praktische Hilfe für ihre Bühnenarbeit. Dort lernte sie, wie man eine Figur entwickelt, Texte schreibt und ein Publikum unmittelbar erreicht.

Anfangs trat sie als „Ne harmlose Irre“ auf. Ab 1976 etablierte sie die Figur „Et fussich Julche“. Der Name spielte auf ihre rote Perücke beziehungsweise ihre roten Haare und auf das bekannte kölsche Lustspiel gleichen Namens an. Die Figur war als temperamentvolle, freche und selbstbewusste Frau angelegt – eine Bühnenrolle, die im lange von Männern dominierten Karneval auffiel.

Köllner musste sich ihren Platz in der Bütt erkämpfen. In einem Rückblick berichtete sie, dass Frauen als Rednerinnen damals keineswegs selbstverständlich akzeptiert wurden. Gerade diese Erfahrung gehört zur Bedeutung ihrer Karriere: Sie war nicht nur erfolgreich, sondern wurde zu einer Wegbereiterin für Frauen auf den großen Kölner Karnevalsbühnen.

Der Wendepunkt 1988: „Denn mir sin kölsche Mädcher“

Der entscheidende Wendepunkt kam 1988. Für ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum entstand gemeinsam mit Henning Krautmacher, dem damaligen Frontmann der Höhner, das Lied „Denn mir sin kölsche Mädcher“.

Ursprünglich war der Titel als einmaliger Spaß für die Jubiläumsfeier gedacht. Köllner wollte zunächst gar nicht selbst singen. Krautmacher und weitere Weggefährten überzeugten sie jedoch, zum Mikrofon zu greifen. Der Auftritt wurde zum Glücksfall: Das Lied entwickelte sich zu einem Hit und machte aus der Büttenrednerin eine Sängerin.

„Denn mir sin kölsche Mädcher“ wurde zu einer musikalischen Selbstbehauptung Kölner Frauen. Der Titel war eingängig, humorvoll und unverkennbar kölsch. Für Köllner markierte er den Übergang von der gesprochenen Bühnenfigur zur singenden Identifikationsfigur des Kölner Karnevals.

Die unterschiedlichen Jubiläumsangaben – 20 Jahre im Jahr 1988 und 60 Jahre im Jahr 2026 – erklären sich vermutlich dadurch, dass einmal die ersten Bühnenversuche und einmal die etablierte professionelle Bühnenlaufbahn gezählt werden.

Musikstil und bekannte Lieder

Marita Köllners musikalischer Stil lässt sich am besten als Mischung aus kölschem Pop, Stimmungsmusik, Karnevalsschlager und volkstümlicher Unterhaltung beschreiben. Ihre Lieder funktionieren im Sitzungssaal ebenso wie auf Straßenfesten, Open-Air-Bühnen, in der Kölnarena oder auf Mallorca.

Typisch für Köllner sind:

  • eingängige, schnell mitsingbare Melodien,
  • direkte und humorvolle Texte,
  • eine starke Verbindung zur Kölner Identität,
  • der Wechsel zwischen ausgelassener Stimmung und gefühlvollen Momenten,
  • eine Bühnenpräsenz, die kaum Distanz zwischen ihr und dem Publikum zulässt.

Zu ihren bekannten Titeln gehören neben „Denn mir sin kölsche Mädcher“ unter anderem „Mi Hätz dat schlät für Kölle“, „Ich bin für jarnix bang“, „Es war in Altenahr“, „Weil mir Kölsche sin“, „Dich hät d’r Himmel jeschick’“, „Böse Mädchen fahren nach Mallorca“ und „Denn et Heimweh nimms de met“. Auch leisere Titel wie „Mit dir spaziere jon“ zeigen, dass Köllner nicht auf reine Partymusik festgelegt ist.

Gerade diese Verbindung aus Lebensfreude und Gefühl ist ein wesentlicher Grund für ihre Langlebigkeit. Köllner kann den Saal zum Schunkeln bringen, ohne dabei die emotionale Seite des kölschen Liedes zu verlieren.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Eine vollständige Diskografie ist aufgrund zahlreicher Singles, Samplerbeiträge und Neuauflagen schwer übersichtlich darzustellen. Zu den wichtigen Veröffentlichungen gehören:

JahrVeröffentlichung
2006„Original“
2009„Wille Wille Witt“
2010„Bleibtreusee“
2011„Können diese Augen lügen?“
2019„Dich hät d’r Himmel jeschick’“
2023„O Susanna – Wo ist das rote Pferd?“
2024„Wir feiern das Leben“
2025„Weisste wat, mir maache Polonaise“
2025„Bei uns in Kölle“

Die Veröffentlichungen zeigen, dass Köllner nicht nur von ihren großen Titeln der 1980er- und 1990er-Jahre lebt. Auch in den vergangenen Jahren sind neue Lieder erschienen. Ihr Repertoire bleibt dadurch mit aktuellen Party- und Karnevalsformaten verbunden.

Marita Köllner im Fernsehen und im Rundfunk

Ihre Wirkung beschränkte sich nie auf die Bühne. Ab 2000 moderierte Köllner gemeinsam mit Gisbert Baltes die WDR-Sendung „Närrische Hitparade“. Die Sendung war ein wichtiger Wettbewerb für Nachwuchsbands und neue Karnevalslieder. Köllner brachte dabei ihre Erfahrung aus der Bütt und ihre musikalische Kenntnis zusammen.

Darüber hinaus moderierte sie verschiedene Karnevalssendungen und Live-Übertragungen des WDR. Dazu gehörten die Sessionseröffnung am 11. November, die Weiberfastnacht aus den WDR-Arkaden und die Berichterstattung vom Kölner Rosenmontagszug. Häufig arbeitete sie dabei mit Wicky Junggeburth zusammen.

Auch im Radio war Köllner präsent, unter anderem in Karnevalsformaten des WDR 4. Ihre Medienpräsenz machte sie einem Publikum bekannt, das sie nicht regelmäßig auf Kölner Sitzungen erleben konnte. Sie wurde dadurch zu einer Vermittlerin zwischen den Bühnen des Kölner Karnevals und dem Fernseh- und Radiopublikum in ganz Nordrhein-Westfalen.

Krankheit, Genesung und Mallorca

Die Geschichte von Marita Köllner ist auch eine Geschichte persönlicher Belastbarkeit. Über den Zeitpunkt und die genaue medizinische Einordnung ihrer Erkrankung gibt es allerdings unterschiedliche Angaben.

Ältere biografische Darstellungen nennen das Jahr 1997 und sprechen von der operativen Entfernung eines gutartigen beziehungsweise lebensbedrohlichen Tumors. In einem ausführlichen Interview von 2022 schilderte Köllner dagegen, dass bei ihr 2003 ein Gehirntumor festgestellt worden sei. Sicher belegt ist, dass sie operiert wurde, eine Reha in Köln absolvierte und sich anschließend zeitweise nach Mallorca zurückzog.

Mallorca wurde für sie in dieser schwierigen Phase zu einem Ort der Erholung und des Neuanfangs. Köllner beschrieb die Insel später als einen Ort, der ihr geholfen habe, wieder zu Kräften zu kommen. Zugleich kehrte sie auf die Bühne zurück, obwohl die gesundheitlichen Folgen zunächst auch ihre Stimme und ihr Gesicht beeinflussten.

Aus dem Rückzugsort wurde mit der Zeit eine zweite Heimat. Köllner trat regelmäßig auf Mallorca auf, war zeitweise Betreiberin einer eigenen Unterhaltungsgastronomie und eröffnete 2022 „Maritas kleines Paradies“ an der Playa de Palma. Die Insel ist für sie daher nicht bloß ein Partyort, sondern Teil ihrer persönlichen Lebensgeschichte.

Privatleben und Ehe mit Peter Serbee

Marita Köllner ist seit dem 18. Mai 2017 mit Peter Serbee verheiratet. Die Trauung fand an ihrem 59. Geburtstag in der Ulrepforte, dem historischen Sitz der Roten Funken, statt. Vor der Hochzeit waren beide bereits seit rund 27 Jahren ein Paar.

Peter Serbee hält sich meist stärker im Hintergrund, übernimmt aber nach Berichten aus dem Umfeld organisatorische Aufgaben und begleitet Köllner bei ihrer Arbeit. Gemeinsam verbringen beide Zeit in Köln und auf Mallorca. Ihr Privatleben steht dabei nicht im Mittelpunkt ihrer öffentlichen Darstellung, bildet aber einen wichtigen Rückhalt für Köllners umfangreiche Bühnen- und Medienarbeit.

Auszeichnungen und gesellschaftliches Engagement

Köllners Bedeutung wurde durch zahlreiche Auszeichnungen bestätigt. Besonders wichtig ist der Verdienstorden „Würdigung des Brauchtums“, den der Landtag Nordrhein-Westfalen 2023 an sie verlieh. Sie wurde dabei als Vertreterin des Festkomitees Kölner Karneval geehrt. Der Orden würdigt ausdrücklich langjähriges Engagement für die Pflege des rheinischen Brauchtums.

Zu weiteren Ehrungen gehören unter anderem:

  • der Goldene Verdienstorden des Festkomitees Kölner Karneval,
  • die Goldene Krone des Rheinlands,
  • der Severin-Bürger-Preis von Radio Köln,
  • der Goldene Kappes der Nippeser Bürgerwehr,
  • der Närrische Ehren-Oscar des Kölner Express,
  • das Joldene Spönnrad 2023,
  • das Rheinlandorden „Das Goldene Herz“ 2023.

Außerdem wurde sie als erste Frau Leutnant der Reserve der Ehrengarde Köln. In solchen Ehrungen zeigt sich, dass Köllner nicht nur als Stimmungssängerin, sondern als prägende Persönlichkeit des Kölner Brauchtums anerkannt wird.

Ihr Engagement geht über die Bühne hinaus. Köllner trat wiederholt bei Benefizveranstaltungen auf, unterstützte Hilfsprojekte für Kinder, Senioren und Bedürftige und nutzte etwa ihren Hit „Es war in Altenahr“ nach der Flutkatastrophe für Spendenaktionen. Damit gehört die soziale Seite ebenso zu ihrem öffentlichen Vermächtnis wie Musik und Karneval.

2026: 60 Jahre Bühne und „Immer wigger“

Im Juli 2026 feierte Marita Köllner im Theater am Dom ihr 60. Bühnenjubiläum. Das Konzert war innerhalb weniger Tage ausverkauft. Bemerkenswert war, dass Köllner bewusst eine überschaubare Bühne wählte, auf der die Nähe zum Publikum erhalten blieb. Erst bei diesem Jubiläum wurde sie von einer eigenen Band begleitet.

Auch musikalisch signalisiert Köllner, dass sie nicht an einen Rückzug denkt. Der Titel „Immer wigger“, der 2026 mit Unterstützung von Micky Brühl und Erry Stoklosa entstand, ist zugleich eine persönliche Ansage: Solange ihr die Auftritte Freude machen und das Publikum mitgeht, will sie weitermachen.

Bedeutung für Köln und den Karneval

Marita Köllner ist eine der wichtigsten weiblichen Stimmen des Kölner Karnevals. Ihre Bedeutung beruht auf mehreren Faktoren.

Erstens steht sie für die Verbindung von Bütt und Gesang. Sie hat gezeigt, dass eine erfolgreiche Karnevalspersönlichkeit nicht auf eine einzige Bühnenform festgelegt sein muss.

Zweitens verkörpert sie eine besonders direkte Form der Unterhaltung. Köllner singt nicht aus sicherer Entfernung, sondern mitten im Publikum, häufig auf Tischen oder zwischen den Gästen. Ihre Auftritte leben von Improvisation, körperlicher Präsenz und unmittelbarer Kommunikation.

Drittens hat sie Kölner Identität aus weiblicher Perspektive formuliert. „Denn mir sin kölsche Mädcher“ und „Ich bin für jarnix bang“ sind nicht bloß Stimmungslieder, sondern selbstbewusste Hymnen, die Kölnerinnen eine eigene Stimme geben.

Viertens steht Köllner für ein Köln, das nicht auf die Karnevalssession begrenzt ist. Sie singt bei Straßenfesten, in Arenen, bei Benefizveranstaltungen, im Rundfunk, im Fernsehen und auf Mallorca. Ihre Musik bewegt sich damit zwischen lokaler Verwurzelung und internationaler Unterhaltung.

Die Bezeichnung „Königin der Kölner Straßenfeste“ ist keine offizielle Amtsbezeichnung, beschreibt aber treffend ihre besondere Fähigkeit, große und kleine Publikumsgruppen unmittelbar zu erreichen. Ihr eigentliches Vermächtnis ist die Verbindung von Mundart, Lebensfreude, Beharrlichkeit und Nähe zum Publikum.

Häufige Fragen zu Marita Köllner

Wer ist Marita Köllner?

Marita Köllner ist eine Kölner Sängerin, Moderatorin, Entertainerin und frühere Büttenrednerin. Bekannt ist sie vor allem unter dem Namen „Et fussich Julche“.

Wann wurde Marita Köllner geboren?

Sie wurde am 18. Mai 1958 in Köln geboren.

Woher kommt Marita Köllner?

Sie stammt aus dem Vringsveedel und wuchs im Severinsviertel der Kölner Südstadt auf.

Was war Marita Köllner von Beruf?

Marita Köllner ist vor allem Bühnenkünstlerin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitete sie lange Zeit bei der Stadt Köln.

Warum heißt Marita Köllner „Et fussich Julche“?

Der Name spielt auf ihre roten Haare beziehungsweise ihre rote Bühnenperücke und auf das kölsche Lustspiel „Et fussich Julche“ an.

Welche bekannten Lieder singt Marita Köllner?

Zu ihren bekanntesten Titeln gehören „Denn mir sin kölsche Mädcher“, „Mi Hätz dat schlät für Kölle“, „Ich bin für jarnix bang“, „Es war in Altenahr“, „Weil mir Kölsche sin“, „Dich hät d’r Himmel jeschick’“ und „Böse Mädchen fahren nach Mallorca“.

Welche Rolle spielte Marita Köllner im Fernsehen?

Sie moderierte ab 2000 gemeinsam mit Gisbert Baltes die WDR-Sendung „Närrische Hitparade“. Außerdem führte sie durch verschiedene WDR-Karnevalssendungen und berichtete unter anderem von der Sessionseröffnung und dem Kölner Rosenmontagszug.

Ist Marita Köllner verheiratet?

Ja. Sie ist seit dem 18. Mai 2017 mit Peter Serbee verheiratet.

Welche Bedeutung hat Mallorca für Marita Köllner?

Mallorca wurde nach einer schweren gesundheitlichen Krise zu einem wichtigen Rückzugs- und Erholungsort. Die Insel entwickelte sich anschließend zu ihrer zweiten Heimat und zu einem weiteren Arbeitsort.

Welche Auszeichnungen hat Marita Köllner erhalten?

Zu ihren wichtigsten Ehrungen gehören der Verdienstorden „Würdigung des Brauchtums“ des Landtags NRW, der Goldene Verdienstorden des Festkomitees Kölner Karneval, der Närrische Ehren-Oscar, das Joldene Spönnrad und das Rheinlandorden „Das Goldene Herz“.

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