Ingrid Kühne
Ingrid Kühne gehört zu den bekanntesten Kabarettistinnen und Comediennes vom Niederrhein. Ihr Erfolgsrezept ist dabei erstaunlich bodenständig: Familie, Ehe, Nachbarschaft, Kinder und die kleinen Katastrophen des Alltags liefern ihr seit Jahren den Stoff für ihre Auftritte. Dazu kommen rheinischer Sprachwitz, Selbstironie und die Fähigkeit, Situationen aufzugreifen, in denen sich ihr Publikum unmittelbar wiedererkennt.
Ihre Karriere begann lange vor den großen Fernsehauftritten. Vom plattdeutschen Theater führte ihr Weg über die Karnevalssäle des Niederrheins bis auf die großen Bühnen des Kölner Karnevals. Der Gewinn der WDR-Show „Blötschkopp und die Rampensäue“ im Jahr 2014 wurde schließlich zu einem wichtigen Wendepunkt. Danach etablierte sich Kühne zunehmend außerhalb der fünften Jahreszeit als eigenständige Kabarettistin und Comedienne. Heute tourt sie mit ihrem vierten Soloprogramm „Ja, aber ohne mich!“ durch Deutschland. Den regelmäßigen Auftritten im Sitzungskarneval hat sie inzwischen den Rücken gekehrt – ihrer Bühnenkarriere jedoch keineswegs.
Wer ist Ingrid Kühne?
Ingrid Kühne wurde am 13. November 1968 in Aldekerk am Niederrhein geboren. Aldekerk gehört heute zur Gemeinde Kerken im Kreis Kleve. Sie ist gelernte Schriftsetzerin und arbeitet als Kabarettistin, Comedienne, Autorin und Podcasterin. Kühne lebt mit ihrem Ehemann Ralf in Lüttingen bei Xanten und hat einen erwachsenen Sohn.
Bekannt wurde sie im Karneval vor allem als „De Frau Kühne“. Die Bezeichnung passt zu einem wesentlichen Teil ihres Erfolgs: Auf der Bühne präsentiert sie sich nicht als abgehobene Kunstfigur, sondern als Frau aus dem wirklichen Leben, die genau hinschaut, zuhört und anschließend erzählt, was ihr aufgefallen ist. Die Grenze zwischen Ingrid Kühne als Privatperson und „De Frau Kühne“ als Bühnenfigur ist deshalb bewusst fließend, auch wenn ihre Auftritte selbstverständlich keine ungefilterte Wiedergabe ihres Privatlebens sind.
Mit Stand Oktober 2026 ist Ingrid Kühne 57 Jahre alt. Am 13. November 2026 feiert sie ihren 58. Geburtstag.
Frühe Jahre und erste Bühnenerfahrungen
Die Bühne spielte schon früh eine Rolle in Kühnes Leben. Bereits im Alter von zwölf Jahren sammelte sie erste Bühnenerfahrungen im plattdeutschen Theater und stand dabei gemeinsam mit ihrer Mutter auf der Bühne. Ihre ersten Auftritte reichen damit bis in das Jahr 1980 zurück. Mundart und regional geprägte Unterhaltung waren also bereits Teil ihres Lebens, lange bevor daraus eine professionelle Karriere entstand.
Zunächst entschied sich Kühne allerdings für einen klassischen Berufsweg. 1989 schloss sie ihre Ausbildung zur Schriftsetzerin ab. Erst später entwickelte sich aus den frühen Theatererfahrungen Schritt für Schritt eine professionelle Bühnenlaufbahn. Ab 1998 trat sie regelmäßig bei Karnevalsveranstaltungen am Niederrhein auf. Schon dort entwickelte sich jener Stil, der sie später auch in Köln bekannt machen sollte: Im Mittelpunkt standen weniger politische Themen als Menschen, Beziehungen, Familie und die kleinen Absurditäten des täglichen Lebens.
Der Weg von Ingrid Kühne in den Kölner Karneval
Von den niederrheinischen Karnevalsbühnen führte Kühnes Weg zunehmend in Richtung Köln. Bei der genauen Chronologie ihrer ersten Kontakte zum Literarischen Komitee des Festkomitees Kölner Karneval gibt es allerdings unterschiedliche Angaben. In verbreiteten biografischen Darstellungen wird das Jahr 2000 als frühe Station genannt, während andere Berichte entscheidende Schritte in diesem Umfeld deutlich später einordnen. Bei einer exakten historischen Betrachtung sollte diese Abweichung deshalb berücksichtigt werden.
Unstrittig ist dagegen die Bedeutung der KAJUJA Köln für ihre weitere Karriere. 2013 wurde Ingrid Kühne in das Programm der KAJUJA aufgenommen und trat beim Vorstellabend im Kölner Tanzbrunnen auf. Die KAJUJA gehört traditionell zu den wichtigsten Nachwuchsschmieden des Kölner Karnevals. Zahlreiche später bekannte Redner, Musiker und andere Bühnenkünstler haben dort entscheidende Schritte ihrer Karriere gemacht.
Auch Kühne gelang es, sich von dort aus zunehmend in den großen Kölner Sälen zu etablieren. Aus der Karnevalsrednerin vom Niederrhein wurde „De Frau Kühne“ und schließlich eine feste Größe im Sitzungskarneval. Später folgten auch Auftritte in großen Fernsehproduktionen wie der ZDF-„Mädchensitzung“ und „Karnevalissimo“. Damit erreichte sie längst nicht mehr nur das Publikum in den Sälen, sondern Millionen Fernsehzuschauer während der Karnevalszeit.
Der große Durchbruch: „Rampensau des Jahres“
Ein entscheidender Karriereschub folgte 2014. Ingrid Kühne nahm an der WDR-Produktion „Blötschkopp und die Rampensäue“ teil und gewann den Publikumspreis beziehungsweise den Titel „Rampensau des Jahres“. Für Kühne war diese Auszeichnung weit mehr als ein weiterer Erfolg im Karneval: Ihre Bekanntheit nahm deutlich zu und der Schritt von den Karnevalssälen auf die ganzjährigen Comedy- und Kabarettbühnen wurde zunehmend realistisch.
In den folgenden Jahren entwickelte sie sich deshalb immer stärker von der saisonal auftretenden Karnevalsrednerin zur eigenständigen Solokünstlerin. Ihr erstes abendfüllendes Programm trug den Titel „Wie war das no(ch)rmal?“. Die heutige offizielle Biografie datiert den Beginn ihrer Solokarriere auf 2015, während andere biografische Darstellungen bereits 2014 und eine Premiere in Xanten nennen. Unabhängig von dieser kleinen Abweichung bei der Datierung markieren die Jahre 2014 und 2015 den entscheidenden Übergang von der erfolgreichen Karnevalsrednerin zur überregional auftretenden Solokünstlerin.
Die Soloprogramme von Ingrid Kühne
Mittlerweile hat Ingrid Kühne vier abendfüllende Soloprogramme entwickelt. An ihnen lässt sich gut nachvollziehen, wie sie ihren aus dem Karneval bekannten Erzählstil auf einen kompletten Bühnenabend übertragen und über die Jahre weiterentwickelt hat.
„Wie war das no(ch)rmal?“
Mit „Wie war das no(ch)rmal?“ begann Kühnes Karriere als Solokünstlerin. Die heutige offizielle Vita führt das Programm unter dem Jahr 2015. Darin entwickelte sie ihren bekannten Stil konsequent weiter: Familienleben, Beziehungen, alltägliche Beobachtungen und die kleinen Probleme des Lebens wurden zum Material eines kompletten Bühnenabends. 2019 erhielt das Programm zusätzliche Reichweite durch eine Fernsehausstrahlung im WDR.
„Okay, mein Fehler!“
Das zweite Soloprogramm trägt den Titel „Okay, mein Fehler!“. Auch hier blieb Kühne ihrem Prinzip treu: Familie, Nachbarn, Männer, Kinder und die eigenen Schwächen lieferten reichlich Material für ihre Geschichten. Gerade der Titel verdeutlicht einen wichtigen Bestandteil ihres Humors, denn Kühne nimmt keineswegs nur andere Menschen aufs Korn. Ein erheblicher Teil ihrer Pointen funktioniert dadurch, dass sie auch über sich selbst lachen kann. Die Fernsehfassung des Programms wurde 2022 im WDR ausgestrahlt.
„Von Liebe allein wird auch keiner satt“
Mit „Von Liebe allein wird auch keiner satt“ folgte das dritte Soloprogramm. Der WDR zeichnete das Programm im Juni 2025 im Stadthaus Rheinberg auf und strahlte es anschließend im Fernsehen aus. Auch bei diesem Programm blieb das Erfolgsrezept erkennbar: praktische Lebensklugheit, genaue Alltagsbeobachtung und Selbstironie stehen stärker im Mittelpunkt als große politische Debatten. Beziehungen und das Zusammenleben von Menschen bieten Kühne ohnehin genügend Stoff.
„Ja, aber ohne mich!“
Aktuell ist Ingrid Kühne mit ihrem vierten Soloprogramm „Ja, aber ohne mich!“ unterwegs. Der Titel beschreibt die Grundhaltung des Programms bereits recht treffend. Kühne beschäftigt sich unter anderem damit, dass man mit zunehmender Lebenserfahrung nicht mehr alles mitmachen muss, was andere für notwendig, modern oder unverzichtbar halten. Scheinbar banale Veränderungen des Alltags reichen ihr dabei als Ausgangspunkt für längere Geschichten.
Politische Themen stehen auch in diesem Programm bewusst nicht im Mittelpunkt. Kühne will weniger belehren als beobachten. Sie nimmt Veränderungen wahr, überzeichnet sie und macht daraus Geschichten, die insbesondere deshalb funktionieren, weil viele Zuschauer ähnliche Situationen aus ihrem eigenen Alltag kennen.
Worum geht es in Ingrid Kühnes Programmen?
Das Material für Ingrid Kühnes Programme liegt häufig direkt vor ihrer eigenen Haustür. Ehemann, Sohn, Familie, Nachbarn und Bekannte werden zu Protagonisten ihrer Geschichten. Hinzu kommen alltägliche Begegnungen, Einkäufe, Reisen, technische Probleme oder scheinbar nebensächliche Gespräche. Selbst kleine Missverständnisse können bei Kühne zum Ausgangspunkt einer minutenlangen Geschichte werden.
Ein wichtiger Teil ihres Erfolgs besteht im Wiedererkennungseffekt. Viele Zuschauer kennen ähnliche Situationen aus dem eigenen Leben. Kühne erzählt deshalb nicht von einer fremden Welt, sondern von Dingen, die praktisch jedem passieren könnten. Aus einer zunächst unspektakulären Alltagssituation entwickelt sie eine Geschichte, übertreibt an den richtigen Stellen und führt sie schließlich zur Pointe.
Dabei macht sie sich regelmäßig selbst zur Zielscheibe. Die Erzählerin ist bei Kühne nicht automatisch diejenige, die alles besser weiß. Diese Selbstironie unterscheidet ihren Humor von Formen der Comedy, bei denen hauptsächlich über andere Menschen gespottet wird. Das Publikum kann über Kühne lachen, gleichzeitig aber auch über sich selbst.
Ingrid Kühne im Fernsehen
Mit ihrem zunehmenden Erfolg im Karneval und auf den Kleinkunstbühnen wurde Ingrid Kühne regelmäßig ins Fernsehen eingeladen. Zu ihren Fernsehstationen gehören unter anderem die WDR-Produktion „Blötschkopp und die Rampensäue“, das „NRW Duell“ und der „Kölner Treff“. Seit 2016 war sie zudem wiederholt bei der ZDF-„Mädchensitzung“ zu sehen. Hinzu kamen Auftritte bei „Karnevalissimo“ im ZDF.
Auch außerhalb klassischer Karnevalssendungen erreichte sie ein größeres Fernsehpublikum. Sie trat unter anderem in der ARD-Sendung „Ladies Night“ sowie in den SWR-Produktionen „Schreinerei Fleischmann“ und „So lacht der Südwesten“ auf. Besonders wichtig für ihre Entwicklung zur eigenständigen Kabarettistin waren allerdings die Fernsehausstrahlungen ihrer Soloprogramme. 2019 lief „Wie war das no(ch)rmal?“ im WDR, später folgte „Okay, mein Fehler!“. 2025 wurde „Von Liebe allein wird auch keiner satt“ für den WDR aufgezeichnet.
Damit blieb Kühnes Fernsehpräsenz nicht an den Karneval gebunden. Auch nach ihrem Abschied vom regelmäßigen Sitzungskarneval ist sie als Solo-Künstlerin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen präsent.
Was Ingrid Kühnes Humor besonders macht
Kühnes Humor ist stark von ihrer Herkunft geprägt. Sie spricht mit einer deutlich rheinisch-niederrheinischen Färbung und arbeitet mit Mundart, regionalen Redewendungen und einem direkten Erzählstil. Dabei bewegt sie sich zwischen Karnevalsrede, Stand-up-Comedy und Kabarett, ohne sich vollständig in eine dieser Kategorien einordnen zu lassen.
Die Bezeichnung „Kabarettistin“ trifft zwar auf ihre heutige Bühnenarbeit zu, könnte allerdings eine falsche Erwartung hervorrufen. Ingrid Kühne versteht sich nicht als klassische politische Kabarettistin. Politische Tagesdebatten stehen bei ihr nicht im Mittelpunkt. Interessanter findet sie, was Menschen im täglichen Leben erleben und wie gesellschaftliche Veränderungen dort ankommen.
Ihre wichtigsten Mittel sind Direktheit, Selbstironie, Wiedererkennung und Nähe zum Publikum. Die Zuschauer sollen nicht das Gefühl bekommen, von oben herab belehrt zu werden. Stattdessen sollen sie Situationen erkennen, die sie selbst erlebt haben – und im besten Fall feststellen, dass die eigene Familie vielleicht doch nicht so außergewöhnlich ist wie gedacht.
Bücher, Hörbücher und der Podcast „Nur ma so…“
Ingrid Kühne beschränkt ihre Geschichten längst nicht mehr auf die Bühne. 2021 erschien mit „Von allem watt!“ ihr erstes Buch. Darin sammelte sie persönliche Geschichten und Anekdoten aus ihrem Leben. Das Werk erschien ebenfalls als Hörbuch und überträgt damit ihren mündlichen Erzählstil besonders unmittelbar in ein anderes Medium.
Seit 2021 gibt es zudem den Podcast „Ingrid Kühne – Nur ma so…“. Darin berichtet Kühne aus ihrem Leben, erzählt von Erlebnissen unterwegs und greift kleinere und größere Aufreger des Alltags auf. Gelegentlich sind auch Gäste dabei. Der Podcast ist damit gewissermaßen eine Audiofortsetzung ihres Bühnenprinzips: Persönliche Beobachtungen und Geschichten stehen stärker im Mittelpunkt als abstrakte Debatten. Auch 2026 wird das Format weitergeführt.
Privatleben und Familie von Ingrid Kühne
Ingrid Kühne lebt mit ihrem Ehemann Ralf in Lüttingen bei Xanten. Das Paar hat einen erwachsenen Sohn. Dass Ehemann und Sohn in ihren Geschichten regelmäßig vorkommen, gehört inzwischen fast selbstverständlich zu ihrer Bühnenarbeit. Gerade familiäre Beziehungen liefern schließlich jene Situationen, aus denen Kühne besonders gerne ihre Pointen entwickelt.
Trotzdem sollte zwischen der öffentlichen Bühnenfassung und dem tatsächlichen Privatleben unterschieden werden. Kühne nutzt persönliche Erlebnisse und ihr Umfeld als Ausgangsmaterial, daraus entsteht jedoch Unterhaltung. Ihre Programme sind keine vollständige öffentliche Dokumentation ihres Familienlebens. Dieser kontrollierte Einblick gehört vielmehr zum Konzept: Das Publikum bekommt das Gefühl, einer Bekannten am Küchentisch zuzuhören, ohne dass Kühne dafür sämtliche Bereiche ihres Privatlebens öffentlich machen muss.
Soziales Engagement und die Ingrid-Kühne-Stiftung
Neben ihrer Bühnenarbeit engagiert sich Ingrid Kühne seit Jahren für soziale Projekte. Am 13. November 2022 wurde der Ingrid-Kühne-Stiftungsfonds unter dem Dach der Solidarstiftung der Volksbank Niederrhein ins Leben gerufen. Das Motto lautet „Helfen mit ganz viel Herz!“. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Kinder, die aufgrund ihrer familiären oder finanziellen Situation Unterstützung benötigen.
Dabei geht es bewusst auch um konkrete Hilfen im Alltag. Unterstützt werden kann beispielsweise dort, wo notwendige Anschaffungen oder die Teilnahme an Aktivitäten für Familien finanziell schwierig sind. Kühne nutzt ihre Bekanntheit und ihre Auftritte, um auf diese Arbeit aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln.
Ihr soziales Engagement begann allerdings schon vor der Gründung des eigenen Stiftungsfonds. Seit 2016 engagiert sich Ingrid Kühne als Botschafterin der Herman-van-Veen-Stiftung, die sich unter anderem für benachteiligte Kinder und Menschen mit Behinderungen einsetzt. Darüber hinaus beteiligte sich Kühne immer wieder an Spenden-, Benefiz- und Solidaritätsaktionen. Das soziale Engagement ist damit seit Jahren ein fester Bestandteil ihrer öffentlichen Arbeit.
Abschied vom Kölner Karneval
2026 endete ein bedeutendes Kapitel in Ingrid Kühnes Karriere. Bereits zuvor hatte sie angekündigt, nach der Session 2025/2026 nicht mehr regulär als Rednerin im Sitzungskarneval aufzutreten. Ihr letzter regulärer Karnevalsauftritt fand schließlich am 13. Februar 2026 bei einer Veranstaltung der Nippeser Bürgerwehr in der Kölner Flora statt.
Damit verabschiedete sich Kühne allerdings keineswegs von der Bühne. Ihr Rückzug betrifft den intensiven Sitzungskarneval. Mehrere Faktoren spielten bei dieser Entscheidung eine Rolle. Zum einen ist ihre Solokarriere inzwischen so umfangreich, dass der Karneval längst nicht mehr ihre einzige berufliche Grundlage bildet. Zum anderen bedeutet eine Session für erfolgreiche Redner eine enorme Belastung, da innerhalb weniger Wochen eine sehr hohe Zahl von Auftritten absolviert wird. In ihrer letzten Session kam Kühne noch einmal auf rund 100 Auftritte.
Kühne äußerte sich zudem kritisch über Veränderungen in manchen Sälen. Unaufmerksame oder respektlose Gäste können insbesondere für Redner problematisch sein, weil deren Auftritte stärker von Ruhe und Aufmerksamkeit abhängen als beispielsweise der einer Musikgruppe. Der Abschied fiel ihr dennoch schwer, denn der Karneval hatte einen erheblichen Anteil an ihrer Karriere und ihrer Bekanntheit.
Ihre Bedeutung für den Kölner Karneval endet deshalb nicht mit ihrem letzten regulären Auftritt. Kühne gehört zu den erfolgreichen Rednerinnen der jüngeren Karnevalsgeschichte und hat insbesondere gezeigt, dass eine weibliche Solo-Rednerin mit einer eigenständigen Figur auch große Säle tragen kann.
Ingrid Kühne heute
Im Oktober 2026 ist Ingrid Kühne vor allem als bundesweit tourende Solokünstlerin aktiv. Ihr viertes Programm „Ja, aber ohne mich!“ wird weiterhin in zahlreichen deutschen Städten gespielt, und der offizielle Tourkalender reicht bereits weit in die Zukunft. Aktuelle Termine und die jeweiligen Vorverkaufsstellen veröffentlicht sie über ihre eigene Website.
Damit zeigt sich besonders deutlich, wie stark sich ihre Karriere verändert hat. Der Karneval war lange ihr wichtigstes Sprungbrett, heute kann Kühne unabhängig von der fünften Jahreszeit Theater und Veranstaltungshäuser füllen. Parallel zur Tournee führt sie ihren Podcast fort, arbeitet mit Buch- und Audioformaten und engagiert sich für soziale Projekte.
Auch die nächste Etappe ihrer Bühnenkarriere ist bereits vorgesehen. Ein weiteres Soloprogramm ist für 2028 geplant beziehungsweise in Arbeit. Aus der niederrheinischen Karnevalsrednerin ist damit längst eine ganzjährig auftretende Künstlerin geworden, deren Karriere weit über die Grenzen des rheinischen Karnevals hinausreicht.
FAQ: Häufige Fragen zu Ingrid Kühne
Wie alt ist Ingrid Kühne?
Ingrid Kühne wurde am 13. November 1968 geboren. Im Oktober 2026 ist sie 57 Jahre alt. Am 13. November 2026 feiert sie ihren 58. Geburtstag.
Wo wurde Ingrid Kühne geboren?
Ingrid Kühne wurde in Aldekerk am Niederrhein geboren. Aldekerk ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Kerken im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen. Ihre niederrheinische Herkunft ist bis heute ein wichtiger Bestandteil ihrer Bühnenidentität und ihres Sprachstils.
Wo wohnt Ingrid Kühne?
Ingrid Kühne lebt in Lüttingen bei Xanten am Niederrhein. Trotz ihrer bundesweiten Karriere ist sie ihrer Heimatregion damit treu geblieben. Der Niederrhein und die dort lebenden Menschen tauchen immer wieder direkt oder indirekt in ihren Geschichten auf.
Ist Ingrid Kühne verheiratet?
Ja. Ingrid Kühne ist verheiratet, ihr Ehemann heißt Ralf. Ihr Mann gehört zu den Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld, die immer wieder als Inspiration für ihre Bühnengeschichten dienen.
Hat Ingrid Kühne Kinder?
Ja. Ingrid Kühne hat einen Sohn, der inzwischen erwachsen ist. Das Familienleben und insbesondere Geschichten rund um Kinder, Eltern und das Heranwachsen gehören seit Jahren zu den wiederkehrenden Themen ihrer Programme.
Was hat Ingrid Kühne ursprünglich beruflich gemacht?
Bevor sie hauptberuflich als Bühnenkünstlerin erfolgreich wurde, absolvierte Ingrid Kühne eine Ausbildung zur Schriftsetzerin. Ihren Abschluss machte sie 1989. Die Bühne kannte sie zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits seit ihrer Kindheit.
Wann stand Ingrid Kühne zum ersten Mal auf der Bühne?
Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte Ingrid Kühne bereits im Alter von zwölf Jahren. Sie spielte im plattdeutschen Theater und trat dabei gemeinsam mit ihrer Mutter auf. Ihre Bühnenerfahrung reicht damit bis etwa 1980 zurück.
Seit wann tritt Ingrid Kühne im Karneval auf?
Regelmäßige Karnevalsauftritte absolvierte Ingrid Kühne ab 1998 zunächst am Niederrhein. Später führte ihr Weg in den Kölner Karneval, wo sie sich als „De Frau Kühne“ zu einer bekannten Rednerin entwickelte. Eine wichtige Station auf diesem Weg war die KAJUJA Köln.
Was bedeutet „De Frau Kühne“?
„De Frau Kühne“ ist die Bezeichnung, unter der Ingrid Kühne insbesondere im Karneval bekannt wurde. Die Figur ist eng mit ihrer tatsächlichen Person verbunden: Kühne erzählt scheinbar aus ihrem eigenen Leben und über ihre Familie, überzeichnet diese Erfahrungen jedoch für die Bühne.
Wann hatte Ingrid Kühne ihren großen Durchbruch?
Als wichtiger Wendepunkt gilt das Jahr 2014. Damals gewann Ingrid Kühne bei der WDR-Produktion „Blötschkopp und die Rampensäue“ den Publikumspreis „Rampensau des Jahres“. Der Erfolg erhöhte ihre Bekanntheit und unterstützte ihren Wechsel von der Karnevalsrednerin zur ganzjährig auftretenden Solokünstlerin.
Welche Soloprogramme gibt es von Ingrid Kühne?
Ingrid Kühne hat bislang vier abendfüllende Soloprogramme auf die Bühne gebracht: „Wie war das no(ch)rmal?“, „Okay, mein Fehler!“, „Von Liebe allein wird auch keiner satt“ und „Ja, aber ohne mich!“. Ein weiteres Programm ist für 2028 vorgesehen.
Was ist das aktuelle Programm von Ingrid Kühne?
Ihr aktuelles viertes Soloprogramm heißt „Ja, aber ohne mich!“. Darin beschäftigt sie sich mit Veränderungen des Alltags, Beziehungen, Familie und Situationen, bei denen man irgendwann zu dem Schluss kommen kann, nicht mehr alles mitmachen zu müssen.
Ist Ingrid Kühne eine politische Kabarettistin?
Nicht im klassischen Sinne. Zwar können gesellschaftliche Entwicklungen in ihren Programmen vorkommen, der Schwerpunkt liegt aber auf Familie, Beziehungen und alltäglichen Situationen. Kühnes Humor lebt stärker von Wiedererkennung und Selbstironie als von tagespolitischer Satire.
In welchen Fernsehsendungen war Ingrid Kühne zu sehen?
Zu ihren Fernsehauftritten gehören unter anderem „Blötschkopp und die Rampensäue“, das „NRW Duell“, der „Kölner Treff“, die ZDF-„Mädchensitzung“, „Karnevalissimo“, „Ladies Night“, „Schreinerei Fleischmann“ und „So lacht der Südwesten“. Außerdem zeigte der WDR mehrere ihrer abendfüllenden Soloprogramme.
Hat Ingrid Kühne ein Buch geschrieben?
Ja. 2021 erschien „Von allem watt!“. Darin erzählt Kühne persönliche Geschichten und Anekdoten in dem Stil, den ihr Publikum auch von der Bühne kennt. Das Werk wurde ebenfalls als Hörbuch veröffentlicht.
Hat Ingrid Kühne einen Podcast?
Ja. Ihr Podcast heißt „Ingrid Kühne – Nur ma so…“ und erscheint seit 2021. Darin erzählt sie von persönlichen Erlebnissen, Reisen, Familie und alltäglichen Begebenheiten. Gelegentlich sind auch Gäste Teil des Formats.
Was ist die Ingrid-Kühne-Stiftung?
Der Ingrid-Kühne-Stiftungsfonds wurde 2022 unter dem Dach der Solidarstiftung der Volksbank Niederrhein ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Helfen mit ganz viel Herz!“ sollen insbesondere Kinder unterstützt werden, die Hilfe benötigen. Kühne nutzt unter anderem ihre Bekanntheit und ihre Veranstaltungen, um Spenden für diese Arbeit zu sammeln.
Wofür engagiert sich Ingrid Kühne außerdem?
Neben ihrem eigenen Stiftungsfonds engagiert sich Ingrid Kühne seit 2016 als Botschafterin der Herman-van-Veen-Stiftung. Dabei geht es unter anderem um die Unterstützung benachteiligter Kinder und von Menschen mit Behinderungen. Außerdem beteiligt sie sich an Benefiz- und Spendenaktionen.
Warum hört Ingrid Kühne mit dem Karneval auf?
Kühne hat nicht ihre gesamte Bühnenkarriere beendet, sondern ihre regelmäßigen Auftritte im Sitzungskarneval. Zu den Gründen gehören die hohe Belastung während einer Session, ihre inzwischen umfangreiche Solokarriere und Veränderungen bei der Atmosphäre in manchen Sälen. Insbesondere mangelnde Aufmerksamkeit und Respektlosigkeit einzelner Gäste hatte sie kritisch angesprochen.
Wann hatte Ingrid Kühne ihren letzten Karnevalsauftritt?
Ihr letzter regulärer Auftritt als Karnevalsrednerin fand am 13. Februar 2026 bei einer Veranstaltung der Nippeser Bürgerwehr in der Kölner Flora statt. Damit endete für Kühne nach vielen Jahren ein wichtiger Abschnitt ihrer Karriere.
Ist Ingrid Kühne trotzdem noch als Kabarettistin aktiv?
Ja. Ihr Abschied vom Sitzungskarneval war ausdrücklich kein Karriereende. Kühne tourt weiterhin mit ihren Soloprogrammen durch Deutschland und konzentriert sich nun stärker auf diese ganzjährige Bühnenarbeit.
Gibt es ein neues Programm von Ingrid Kühne?
Das aktuelle Programm heißt „Ja, aber ohne mich!“. Darüber hinaus ist bereits ein weiteres Soloprogramm für das Jahr 2028 vorgesehen beziehungsweise in Vorbereitung.
Wo kann man Tickets für Ingrid Kühne kaufen?
Die aktuellen Auftrittstermine veröffentlicht Ingrid Kühne auf ihrer offiziellen Website. Von der Terminübersicht gelangt man zu den jeweiligen Vorverkaufsstellen. Da sich Termine, Verfügbarkeiten und Veranstaltungsorte ändern können, ist die offizielle Terminübersicht dafür die sinnvollste Anlaufstelle.
Was ist über Ingrid Kühne zu sagen?
Ingrid Kühnes Karriere zeigt, wie aus regionaler Mundart- und Karnevalskultur eine bundesweite Bühnenkarriere entstehen kann. Die entscheidende Konstante ist dabei weniger ein bestimmtes Format als ihre Art des Erzählens: Kühne macht aus dem Gewöhnlichen Bühnenstoff. Familie, Ehe, Nachbarn und alltägliche Missgeschicke reichen ihr aus, um Geschichten zu entwickeln, in denen sich ein großes Publikum wiederfindet.
Ihr Weg führte vom plattdeutschen Theater über erste Karnevalsauftritte am Niederrhein, die KAJUJA und die großen Kölner Sitzungssäle bis in die Fernsehprogramme von WDR, ZDF, ARD und SWR sowie auf bundesweite Solotourneen. Der Gewinn der „Rampensau des Jahres“ 2014 markierte dabei einen wichtigen Wendepunkt. Die anschließende Entwicklung zur eigenständigen Solokünstlerin machte Kühne schließlich unabhängig von der kurzen Karnevalssession.
Seit Februar 2026 gehört ihre Zeit als regelmäßig auftretende Karnevalsrednerin der Vergangenheit an. Ingrid Kühnes Bühnenkarriere geht dagegen weiter. Mit „Ja, aber ohne mich!“, ihrem Podcast, ihren Veröffentlichungen, ihrem sozialen Engagement und einem bereits geplanten neuen Programm für 2028 hat sich die ehemalige Karnevalsrednerin längst als eigenständige Künstlerin etabliert. Der Karneval war ihr Sprungbrett – aber längst nicht mehr ihre einzige Bühne.
Quellen:
Ingrid Kühne – Offizielle Website, Biografie, Programme, Podcast, Stiftung und aktuelle Termine:
https://www.ingrid-kuehne.de/
Ingrid Kühne – offizielle Biografie:
https://www.ingrid-kuehne.de/ingrid.html
Ingrid Kühne – offizieller Pressebereich und Kurzvita:
https://www.ingrid-kuehne.de/presse.html
Ingrid Kühne – aktuelle Termine und Tickets:
https://www.ingrid-kuehne.de/termine/
Ingrid Kühne – Informationen für Veranstalter und Angaben zum neuen Soloprogramm 2028:
https://www.ingrid-kuehne.de/veranstalter.html
WDR – Kabarett und Comedy, Sendungen und Soloprogramme von Ingrid Kühne:
https://www1.wdr.de/unterhaltung/kabarett-und-comedy/
KAJUJA Köln – Informationen zur Nachwuchsförderung und zu Ingrid Kühnes Weg über die KAJUJA:
https://kajuja.de/
Kölner Stadt-Anzeiger – Berichte über Ingrid Kühne, ihre Karnevalskarriere und ihren Abschied aus dem Sitzungskarneval:
https://www.ksta.de/
EXPRESS – Berichte und Interviews über Ingrid Kühnes Karriere und ihren Abschied vom Karneval:
https://www.express.de/
Niederrhein Nachrichten – Berichte über Ingrid Kühne und ihren letzten Karnevalsauftritt 2026:
https://www.niederrhein-nachrichten.de/
ZDF – Karnevalssendungen und Auftritte, darunter „Mädchensitzung“ und „Karnevalissimo“:
https://www.zdf.de/
SWR – Comedy- und Kabarettsendungen mit Ingrid Kühne:
https://www.swr.de/
ARD – „Ladies Night“ und weitere Fernsehauftritte:
https://www.ardmediathek.de/
Herman-van-Veen-Stiftung – Informationen zur Stiftungsarbeit und zum sozialen Engagement:
https://www.hermanvanveenstiftung.de/
Ingrid Kühne – Podcast „Nur ma so…“:
https://ingrid-kuehne.podigee.io/
Wikipedia – Ingrid Kühne, ergänzende biografische Daten und chronologische Übersicht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ingrid_K%C3%BChne
Stand: 7. Oktober 2026.
Art: Solokünstler
Status: Aktiv
Buchung
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