Der Bandname ist zugleich ein Versprechen: Wenn Mir sin JECK! auf der Bühne stehen, soll das Publikum nicht lange zuschauen, sondern möglichst schnell mitsingen, tanzen und feiern. Die fünfköpfige Formation verbindet bekannte kölsche Tön mit eigenen Liedern, modernen Arrangements und einer ausgesprochen publikumsnahen Bühnenshow. Damit hat sich die Gruppe seit ihrer Gründung einen Platz im rheinischen Karneval erarbeitet und ist inzwischen auch im Umfeld des Kölner Fastelovends präsent.
Obwohl die Musiker nicht unmittelbar aus Köln stammen, ist ihre musikalische Ausrichtung klar von der kölschen Karnevalskultur geprägt. Die Band kommt aus dem Raum Inden, Düren und Eschweiler und versteht sich als rheinische Mundart- und Karnevalsband. Das kölsche Lebensgefühl endet für Mir sin JECK! schließlich nicht an der Kölner Stadtgrenze.
Die Gründung von Mir sin JECK!
Gegründet wurde Mir sin JECK! im Jahr 2019. Die Musiker brachten bereits Erfahrungen aus verschiedenen Bands und Karnevalsformationen mit. Gemeinsam wollten sie bekannte kölsche Musik nicht einfach nur nachspielen, sondern mit einem eigenen Klang und einer lebendigen Bühnenshow präsentieren.
In den ersten Jahren trat Mir sin JECK! vor allem als kölsche Coverband in Erscheinung. Bekannte Lieder des Kölner Karnevals wurden von der Gruppe in eigenen Arrangements gespielt. Dieser Ansatz erwies sich als gute Grundlage: Das Publikum kannte die Melodien und Refrains, während die Band gleichzeitig Gelegenheit hatte, ihren charakteristischen Sound und ihre Bühnenpersönlichkeit zu entwickeln.
Nach und nach kamen eigene Titel hinzu. Aus einer Formation, die hauptsächlich bekannte Karnevalslieder interpretierte, entwickelte sich eine Band mit einem stetig wachsenden eigenen Repertoire. Nach Angaben der Karnevalsagentur Swist Event gehören gute Laune, gemeinsames Feiern und reichlich Konfetti zu den wesentlichen Bestandteilen ihrer Auftritte.
Wer gehört zur Band?
Mir sin JECK! besteht aus fünf Musikern, die unterschiedliche musikalische Aufgaben übernehmen:
- René ist Frontsänger, Entertainer und erster Ansprechpartner der Band. Mit seiner direkten Art führt er durch die Auftritte und sucht immer wieder den Kontakt zum Publikum.
- Marcel sorgt am Bass für die tiefen Töne und das rhythmische Fundament.
- Alex spielt Keyboard und Quetsch – also Akkordeon. Damit verbindet er moderne Klangflächen mit einem Instrument, das traditionell eng zum rheinischen Karneval gehört.
- Lukas bestimmt am Schlagzeug Tempo und Dynamik der Lieder.
- Markus spielt akustische und elektrische Gitarre und unterstützt den Gesang mit einer kräftigen zweiten Stimme.
Diese Besetzung erlaubt es der Band, unterschiedliche musikalische Richtungen miteinander zu verbinden. Akkordeon und Mundart sorgen für die kölsche Verankerung, während Schlagzeug, Bass, Keyboards und Gitarren einen zeitgemäßen Pop- und Rocksound ermöglichen. Die aktuelle Besetzung und die jeweiligen Aufgaben der Musiker stellt die Gruppe auf ihrer Seite „Über uns“ vor.
Kölsche Tön in einem modernen Klangbild
Musikalisch bewegt sich Mir sin JECK! zwischen klassischer Karnevalsmusik, Kölschrock und modernem Stimmungspop. Die Gruppe greift typische Elemente des rheinischen Fastelovends auf, setzt sie jedoch mit einer vollständigen Liveband um.
Die Quetsch erinnert an traditionelle kölsche Tanz- und Stimmungsmusik. Gitarren, Bass und Schlagzeug verleihen den Liedern gleichzeitig einen kräftigeren und moderneren Charakter. Hinzu kommen mehrstimmige Refrains, die bewusst so angelegt sind, dass sie auch von einem großen Saal schnell mitgesungen werden können.
Bei den Texten stehen Themen im Mittelpunkt, die im Karneval eine wichtige Rolle spielen: Gemeinschaft, Lebensfreude, ausgelassenes Feiern und das Gefühl, für einige Stunden alle Unterschiede hinter sich zu lassen. Mir sin JECK! möchte keine Musik zum stillen Zuhören machen. Die Lieder sind für Sitzungen, Partys, Festzelte und andere Veranstaltungen gedacht, bei denen die Reaktion des Publikums ein wesentlicher Teil des Auftritts ist.
Vom Coverprogramm zu eigenen Liedern
Die Entwicklung der Band lässt sich besonders gut an ihren Veröffentlichungen erkennen. Mit „Mer Fiere“ und „Mädche & Kälche“ erschienen 2022 die ersten eigenen Singles. Beide Titel brachten das Selbstverständnis der Gruppe auf den Punkt: Mir sin JECK! möchte gemeinsam mit den Menschen im Saal feiern und leicht zugängliche Refrains liefern.
Im Jahr 2023 folgte „De janze Welt es jeck“. Der Titel erweitert den rheinischen Karnevalsgedanken zu einer offenen Einladung: Jeck zu sein ist nicht allein den Kölnern oder Rheinländern vorbehalten. Die Musik zu dem Lied stammt laut Xtreme Sound von Kurt Schoger und Marcel Koch, während Kurt Schoger und René Böken für den Text verantwortlich zeichnen.
Mit „111%“ setzte die Band 2024 auf einen besonders energiegeladenen Titel. Die Zahl 111 besitzt im Karneval selbstverständlich eine besondere Bedeutung. Gleichzeitig passt sie zum Auftreten der Formation: Ein gewöhnlicheshundertprozentiges Engagement reicht Mir sin JECK! nicht – auf der Bühne sollen es sprichwörtlich 111 Prozent sein.
2025 erschien schließlich die Single „Stadtjespräch“. Damit führte die Band ihren Weg zu einem eigenständigen Repertoire fort. Die bisherigen Veröffentlichungen von „Mer Fiere“ bis „Stadtjespräch“ sind auf der Künstlerseite von Amazon Music chronologisch aufgeführt. „Stadtjespräch“ ist außerdem auf der Zusammenstellung „Kölsch für Alle Runde 4“ vertreten.
Mitmachen gehört zum Auftritt
Eine besondere Stärke von Mir sin JECK! liegt in der Nähe zum Publikum. Frontmann René Böken beschränkt sich nicht darauf, die Lieder anzusagen. Er bindet die Menschen vor der Bühne aktiv ein und macht sie zu einem Teil des Programms.
Ein wiederkehrendes Element ist die sogenannte „Stippeföttche-Nachhilfe“. Das Stippeföttche ist ein traditioneller Tanz des Kölner Karnevals, bei dem zwei Tanzende Rücken an Rücken mit dem Hinterteil aneinanderstoßen. Bei Mir sin JECK! wird daraus eine humorvolle Mitmachaktion. Auch Besucher, die mit dem Brauch noch nicht vertraut sind, können schnell verstehen, was zu tun ist.
Solche Programmpunkte passen zum grundsätzlichen Konzept der Band. Die Musiker möchten die Trennung zwischen Bühne und Saal möglichst klein halten. Mitsingen, Schunkeln und Tanzen sind ausdrücklich erwünscht. Konfetti, direkte Ansprache und spontane Reaktionen auf das Publikum verstärken den Eindruck, dass hier nicht einfach ein vorbereitetes Programm abgespult wird.
Mir sin JECK! und der Kölner Karneval
Die Band hat ihre regionalen Wurzeln im Raum Inden und Eschweiler, orientiert sich musikalisch aber deutlich am Kölner Karneval. Das zeigt sich in der Sprache, im Repertoire, in den musikalischen Vorbildern und in den verwendeten Karnevalsbräuchen.
Mir sin JECK! wird mittlerweile auch im offiziellen Künstlerbereich des Festkomitees Kölner Karneval geführt. Dort wird die Formation als eingeschworene Truppe beschrieben, deren Freude an der Musik sich auf das Publikum überträgt. Die Aufnahme in dieses Verzeichnis unterstreicht, dass sich die Band nicht nur im lokalen Karneval ihrer Heimatregion bewegt, sondern auch im größeren Netzwerk des Kölner Fastelovends angekommen ist.
Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Regionen ist im rheinischen Karneval nichts Ungewöhnliches. Kölsche Musik wird längst nicht nur innerhalb Kölns gespielt. Sie gehört auch in vielen Städten und Gemeinden des Umlandes fest zu Sitzungen, Zeltveranstaltungen und Straßenfesten. Mir sin JECK! steht beispielhaft für diese Ausstrahlung der Kölner Karnevalskultur.
Eine Band mit erkennbarem Profil
Mir sin JECK! hat sich seit 2019 Schritt für Schritt weiterentwickelt. Die Anfänge als Coverband ermöglichten es den Musikern, Bühnenerfahrung zu sammeln und ein vielseitiges Programm aufzubauen. Mit jedem eigenen Lied wurde das Profil der Gruppe deutlicher.
Heute besteht der Auftritt der Band aus mehreren Elementen: bekannten kölschen Liedern, eigenen Veröffentlichungen, einer modernen Livebesetzung und humorvollen Mitmachaktionen. Besonders Frontmann René prägt mit seiner offenen Art das Erscheinungsbild, während die übrigen Musiker für einen kompakten und abwechslungsreichen Bandsound sorgen.
Der Name „Mir sin JECK!“ ist dabei mehr als eine Bezeichnung. Er fasst die Haltung der Formation zusammen. Jeck zu sein bedeutet für die Musiker, Freude zu teilen, Gemeinschaft entstehen zu lassen und den Fastelovend mit voller Energie zu feiern.
Mir sin JECK! bringt das rheinische Lebensgefühl auf die Bühne
Mit Quetsch, Gitarren, Keyboard, Bass und Schlagzeug verbindet Mir sin JECK! traditionelle karnevalistische Elemente mit einem modernen Klang. Die Band bleibt ihren regionalen Wurzeln verbunden und ist gleichzeitig offen für die Bühnen des Kölner Karnevals.
Eigene Titel wie „Mer Fiere“, „Mädche & Kälche“, „De janze Welt es jeck“, „111%“ und „Stadtjespräch“ dokumentieren die musikalische Entwicklung der Formation. Dazu kommt eine Bühnenshow, bei der das Publikum nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden soll.
Mir sin JECK! gehört damit zu den rheinischen Bands, die das kölsche Lebensgefühl über die Kölner Stadtgrenzen hinaus tragen. Ihr Erfolgsrezept besteht aus handgemachter Musik, unkomplizierten Texten und einer klaren Botschaft: Gemeinsam feiern macht am meisten Spaß – am besten mit 111 Prozent Energie.