Hans Bols war mehr als nur ein Friseurmeister – er war ein echtes Original im Kölner und Rheinischen Karneval. Schon sein gepflegtes Äußeres verriet seinen Beruf, doch wer ihn einmal in der Bütt erlebt hatte, erinnerte sich vor allem an seine unverwechselbare Bühnenfigur: „Et Botterblömche“.
Geboren 1937 in Krefeld, begann seine karnevalistische Karriere mit einem Erfolg, wie er im Rheinland kaum passender sein könnte: Ein Büttenreden-Wettbewerb des WDR öffnete ihm die Tür zur großen Bühne. Was als vielversprechender Einstieg begann, wurde zur fast 30-jährigen Erfolgsgeschichte im Sitzungskarneval.
Mit „Et Botterblömche“, seiner schnoddrigen Art und der bunten Stoffblume, die er während seiner Auftritte neckisch hin- und herwedelte, traf er direkt ins Herz seines Publikums. Ob in Köln, Düsseldorf oder weit darüber hinaus – sein Humor, sein Taktgefühl und sein Charme machten ihn zu einem der beliebtesten Kult-Büttenredner seiner Zeit.
Trotz schwerer gesundheitlicher Probleme, die ihn ab dem Jahr 2001 begleiteten, stand Hans Bols weiterhin in der Bütt. „Die Bütt gibt mir Kraft“, war sein Lebensmotto – ein Satz, der tief blicken lässt. Für ihn war der Karneval nicht nur Bühne, sondern Lebenselixier.
Hans Bols verstarb mit nur 67 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts – viel zu früh für einen, der so vielen Menschen Freude geschenkt hat. Doch seine Kunst, seine Blume und seine schnoddrige Stimme leben weiter – in der Erinnerung all jener, die über ihn gelacht und mit ihm gefeiert haben.
Et Botterblömche ist längst Teil der kölschen Karnevalsgeschichte.