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Wä ene Euro üvverig hät: Hier können Jecke den Karneval unterstützen

Ene Euro für de Fastelovend? Wer den Karneval in Köln und der Region unterstützen möchte, muss nicht gleich zum Großspender werden. Eine Wirtin steht nach einem Brand vor den Trümmern ihrer Existenz, andernorts müssen Kinderzüge, Geisterzug und andere jecke Projekte finanziert werden. Wir zeigen, wo Jecke derzeit helfen können.

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Jede Spende im Karneval zählt
Jede Spende im Karneval zählt

Köln/Brühl – Karneval lebt von Menschen, die mitmachen. Von Wirten, die ihre Räume für Vereine öffnen. Von Ehrenamtlichen, die Züge organisieren. Von Eltern, die Kinder durch die Session begleiten. Und von vielen Helfern, ohne die im Fastelovend wenig funktionieren würde.

Doch manchmal reicht ehrenamtlicher Einsatz allein nicht mehr.

Dann geht es um ganz konkrete Hilfe. Um ein zerstörtes Vereinslokal, die Finanzierung eines kleinen Karnevalszugs oder darum, Kindern die Teilnahme am Fastelovend zu ermöglichen.

An verschiedenen Stellen in Köln und dem direkten Umland wird derzeit um Unterstützung gebeten. Und nicht immer müssen es große Beträge sein.

Nach Brand: Karnevalisten sammeln für Brühler Vereinswirtin

Ein besonders aktueller Fall kommt aus Brühl.

Mitte September wurde die Traditionsgaststätte Haus Kreisch am Rodderweg bei einem Feuer schwer zerstört. Für den Brühler Karneval ist das Haus weit mehr als irgendeine Gaststätte.

Haus Kreisch ist Gründungs- und Vereinslokal der KG Brühl-West und sollte in der kommenden Session unter anderem als Hofburg des ersten Brühler Damendreigestirns dienen.

Nach dem Brand steht Vereinswirtin Jessica La Porta vor einer schwierigen Situation. Die KG Brühl-West hat deshalb einen offiziellen Hilfsaufruf gestartet.

Dabei gibt es eine wichtige Besonderheit: Die Gelder werden nicht von der gemeinnützigen KG als Spenden eingesammelt, sondern gehen direkt an die betroffene Wirtin. Entsprechend können dafür keine Spendenbescheinigungen des Vereins ausgestellt werden.

Der Kölner Geisterzug braucht Unterstützung

Zurück nach Köln. Der Geisterzug gehört seit vielen Jahren zu den ungewöhnlichsten Veranstaltungen des Straßenkarnevals.

Organisiert wird er vom Verein Ähzebär un Ko. Der Zug versteht sich bewusst als etwas andere Form des Karnevals. Doch auch ein alternativer Zoch kostet ganz reales Geld.

Straßensperrungen, Sicherheitskräfte, Sanitäter, Werbung und Straßenreinigung müssen bezahlt werden. Die Teilnehmer selbst werden nicht zur Finanzierung herangezogen.

Deshalb bittet der Verein um Spenden. Auf der offiziellen Spendenseite kann über PayPal oder per Überweisung geholfen werden.

Der nächste Geisterzug ist für 2027 vorgesehen.

Hier geht es direkt zur offiziellen Spendenseite:

Kinderkarneval im Kölner Westen: Dabei sein soll nicht am Geld scheitern

Auch beim Kinderdreigestirn im Kölner Westen wird Unterstützung gebraucht.

Eine Kinderdreigestirn-Session bringt erhebliche Kosten mit sich. Dazu gehören beispielsweise Ornate, Wurfmaterial und der Festwagen.

Das Festkomitee verfolgt dabei auch einen sozialen Gedanken: Familien sollen unterstützt werden können, wenn der finanzielle Eigenanteil ansonsten dazu führen würde, dass ein Kind nicht teilnehmen kann.

Damit geht es hier nicht nur um die Finanzierung von Karneval, sondern auch um die Frage, wer daran teilhaben kann.

Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten gibt es hier:

https://www.festkomiteeloevenicherkarneval.de

Jecke Öhrcher: Karneval mit und ohne Hörschädigung

Einen besonderen Weg geht die Kölner Karnevalsgesellschaft Jecke Öhrcher.

Sie bringt Menschen mit und ohne Hörschädigung im Fastelovend zusammen. Damit verbindet der Verein Brauchtumspflege mit Inklusion.

Kamelle übrig? Der Kamelle-Kreisel nimmt sie

Helfen kann man im Kölner Karneval sogar, ohne Geld zu spenden.

Der Kamelle-Kreisel sammelt übrig gebliebenes Wurfmaterial und bringt es zurück in den Kreislauf.

Davon profitieren unter anderem Familien sowie kleinere Vereine und Gruppen, die an den Veedelszügen teilnehmen.

2026 wurden nach Angaben der Initiative mehr als eine Tonne Kamelle wieder in den Kreislauf gebracht. Zusätzlich kamen Spendengelder zusammen.

Die Idee ist so einfach wie naheliegend: Was nach einem Zug übrig bleibt, muss nicht monatelang im Keller liegen oder entsorgt werden – es kann im nächsten Zoch wieder fliegen.

Hier gibt es alle Informationen zum Kamelle-Kreisel:

Brühl: Auch der „Närrische Elias“ muss finanziert werden

In Brühl gibt es neben der aktuellen Hilfe für die Wirtin von Haus Kreisch noch eine weitere Möglichkeit, den Karneval direkt zu unterstützen.

Der Festausschuss Brühler Karneval sammelt für den großen Brühler Karnevalszug, den „Närrischen Elias“.

Denn bevor ein einziger Wagen durch die Straßen fährt, fallen bereits erhebliche Kosten an – unter anderem für Security, Absperrungen, Sanitätsdienste, Versicherungen und Musik.

Unterstützt werden kann über Betterplace, PayPal oder per Überweisung.

Hier geht es direkt zur offiziellen Spendenseite:

Sechtem: Ein Kinderzug, der von Spenden lebt

Im Bornheimer Stadtteil Sechtem wird besonders deutlich, wie wichtig kleine Spenden für den Straßenkarneval sein können.

Der dortige Kinderkarnevalszug wird nach Angaben der Organisatoren rein aus Spenden finanziert.

Von dem Geld müssen unter anderem Musikgruppen, Tanzcorps, Hilfskräfte, GEMA-Gebühren und weitere Kosten rund um den Zoch bezahlt werden.

Neben den traditionellen Sammlungen vor Ort gibt es eine direkte Möglichkeit, den Kinderkarneval zu unterstützen.

Hier gibt es die Spendeninformationen:

https://www.kinderkarneval.net

Meckenheim: Ohne Spenden kein Zoch

Ähnlich sieht es in Meckenheim aus.

Der Festausschuss Meckenheimer Karneval erklärt ausdrücklich, dass der dortige Karnevalszug vollständig über Spenden finanziert wird.

Traditionell ziehen die Karnevalisten deshalb bei sogenannten „Köttzügen“ los und sammeln für ihren Zoch.

Mittlerweile geht das auch digital. Der Festausschuss nennt unter anderem PayPal und Wero sowie die Möglichkeit einer klassischen Überweisung.

Der nächste Meckenheimer Karnevalszug ist für den 7. Februar 2027 geplant.

Hier gibt es die offiziellen Spendeninformationen:

https://www.festausschuss-meckenheim.de

Zehn Euro für den Kölner Rosenmontagszug

Und auch der größte Zoch von allen kommt nicht ohne zusätzliche Unterstützung aus.

Das Festkomitee Kölner Karneval bietet mit der Rosenmontagszug-Spange eine Möglichkeit, unmittelbar zur Finanzierung des Kölner Rosenmontagszuges beizutragen.

Die normale Spange kostet zehn Euro. Weitere Varianten gibt es für 25 beziehungsweise 50 Euro. Die Erlöse fließen nach Angaben des Festkomitees direkt in die Organisation des Rosenmontagszuges.

Gerade Sicherheitsmaßnahmen, Absperrgitter, Tribünen und Sanitäranlagen verursachen erhebliche Kosten.

Hier gibt es die Rosenmontagszug-Spange:

https://koelnerkarneval.de/zoch-spange

Ene Euro kann den Unterschied machen

Ein einzelner Euro finanziert natürlich keinen Karnevalszug. Aber darum geht es bei vielen dieser Aktionen auch gar nicht.

Wenn 100 Jecke fünf Euro geben, sind es 500 Euro. Bei 1.000 Menschen mit jeweils zehn Euro kommen bereits 10.000 Euro zusammen.

Gerade kleinere Vereine und Initiativen haben häufig keine großen Sponsoren oder hohen Rücklagen. Gleichzeitig steigen die Kosten für Sicherheit, Organisation und Veranstaltungen.

Viele kleine Beiträge können deshalb am Ende darüber entscheiden, ob etwas möglich wird.

Kennt ihr weitere Spendenaktionen aus dem Fastelovend?

Unsere Übersicht erhebt ausdrücklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Viele kleinere Aktionen werden nur über Vereinsseiten, Instagram, Facebook oder WhatsApp verbreitet und sind über Suchmaschinen kaum zu finden.

Sammelt euer Verein für einen Veedelszug? Braucht eine Tanzgruppe Unterstützung? Muss ein Vereinslokal gerettet werden? Sammelt ein Kinderdreigestirn für seine Session? Oder kennt ihr eine andere seriöse Hilfsaktion aus dem Kölner Karneval und dem direkten Umland?

Dann meldet euch bei uns. Wir möchten die Übersicht erweitern. Voraussetzung ist, dass klar erkennbar ist, wer hinter der Aktion steht und wofür das Geld verwendet wird. Denn manchmal muss es nicht der große Scheck sein.

Manchmal reicht ene Euro – wenn genügend Jecke einen entbehre können.

Jecken-Post

Neuigkeiten aus den Sälen, Probenräumen und Veedeln – unregelmäßig, dafür immer mit Anlass.

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