Ein Karnevals-Star auf der Bühne, der sein Jubiläum mit einer beeindruckenden Doppel-Rolle feiert, umgeben von Musikern und festlicher Dekoration.
Köln | Ein Stück Kölle – und das als „Dä Tuppes vom Land“!
In der kommenden Session geht er in sein 20-jähriges Bühnenjahr.
Und fertig hat der Bütt-Profi noch lange nicht.
Jörg Runge ist aus dem Sitzungskalender des Kölschen Fastelovend nicht wegzudenken. „Ich habe in der kommenden Session mein 20-jähriges Bühnenjubiläum, d.h. ich stehe jetzt schon seit ein paar Tagen auf der Bühne. Habe viele viele Auftritte absolvieren dürfen und kenne im Grunde alle kleinen und großen Säle im kompletten Rheinland, in Köln, in Bonn, in der Eifel, im Rhein-Erft-Kreis, im Bergischen im Rhein-Sieg-Kreis“, schildert er.
Jörg Runge gibt Erfahrung an Dreigestirne weiter
Und diese Erfahrung gibt Runge als Coach für Dreigestirne und Prinzenpaare nun weiter. Man kann den Tuppes vum Land als Mentor buchen, um sein Lampenfieber ablegen zu lernen und der Rolle im Ornat vor Publikum angemessen gerecht zu werden!
„Ich hab auf der anderen Seite die karnevalistische Expertise als derjenige, der selbst seit vielen vielen Jahren auf der Bühne stehen darf und hab auf der anderen Seite aber auch das Rüstzeug dafür, um Menschen aus ihrer Komfortzone rauszuholen, um sie zu begleiten, um sie noch besser darin zu machen, was sie tun wollen. Und das ist für mich eigentlich der ganz wesentliche Aspekt“, sagt Runge zu seiner „Doppelfunktion“ auf und abseits des Mikrofons.
Und weiter: „Wenn ich ausschließlich das weitergebe, was bei mir gut funktioniert hat, dann kann das für den einen oder die andere auch hilfreich sein. Man neigt allerdings häufig dazu, ja genau das weiterzugeben, was bei einem selbst auch gut funktioniert hat. D.h. aber noch längst nicht, dass das auch bei jemand anderem gut funktionieren muss.
Und da kommt jetzt eben meine Expertise als Trainer und Coach ins Spiel, dass ich es einfach von der Pike auf gelernt habe, Menschen zu begleiten, Ihnen Thermik unter die Flügel zu geben, etwas mit ihnen auszuprobieren und das methodisch und didaktisch so aufzubereiten, dass sie auch den Mut haben, etwas auszuprobieren. Und das ist für mich halt der der große Pluspunkt.“
Was sind die Herausforderungen für die Protagonisten im Scheinwerferlicht dieser Tage?
Das kann der Redner schließlich selbst sehr gut beurteilen, erklärt: „Aus meiner Sicht hat sich das Publikum verändert in den letzten Jahren! Das ist zunehmend anspruchsvoller geworden. Die kaufen sich eine Eintrittskarte und ich will nicht sagen, dass sie sich entspannt zurücklehnen nach dem Motto: „Entertain mich mal“, aber so ein bisschen schwenkt das mit. D.h. nur weil jemand sagt: Hey, wir stellen jetzt dieses Jahr ehrenamtlich das Dreigestirn oder machen das Prinzenpaar, heißt das noch längst nicht, dass einem der Saal dankbar zu Füßen liegt, sondern da muss auch ein bisschen was kommen.
Das müssen jetzt keine Riesenreden sein wie von einem Barack Obama oder Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier.
Aber die Zeiten, dass ein Prinzenpaar oder ein Dreigestirn einfach nur Alaaf gerufen hat, die sind mittlerweile auch vorbei. Und dabei versuch ich die Menschen zu unterstützen. Die machen das in aller Regel ein einziges Mal in ihrem Leben und die sind in der Regel sehr sehr dankbar dafür, weil ich ihnen auch Dinge zeige, die sie so vorher nicht auf dem Schirm hatten.“