Köln | Eine Hiobsbotschaft jagt im Sommerloch in der Karnevals-Szene die nächste.
Als koeln0221 am Dienstagabend die Nachricht vom Tode von Günter Pütz zuerst vermeldete, ging eine Lawine der Anteilnahme durch die sozialen Netzwerke.
Denn der notorische, stets langhaarige Lebemann, der an der Seite seiner charmanten Uschi Brauckmann jahrzehntelang das kölsche Gesellschaftsleben in diversen Rollen – u.a. als Präsident von Viktoria Köln, Erfinder der Jummimüüs-Gala, Gastgeber im Hotel Wasserturm – prägte, war überaus beliebt.
„Eine sehr traurige Nachricht. Ein Freund und Prinzengardist. Danke für deine Nachricht. Ich bin in Frankreich und hatte leider keine Information erhalten“, so Prinzengarde-Präsident Dino Massi.
„Günter Sachs der Domstadt“: Günter Pütz in Kölner Krankenhaus verstorben
„Er war ein lebenslustiger und auch ein grossherziger Mensch. Motto: Levve un levve losse. Schade und tschüss Jünter“, so Alt-OB Fritz Schramma.

„Bin sehr geschockt ! Er war der Macher in Köln ! Jummimüs ! Köln Ball ! Und vieles mehr ! Filmstudios Wasserturm und so viel mehr! Sehr sehr traurig ! Was haben wir gemeinsam gerockt ! Mit Jörg Draeger und Heino. uvm !“, sagt Ex-Prinz Markus Zehnpfennig.
Besonders bei den Großen Braunsfeldern ist die Trauer um den Gunter Sachs der Domstadt groß, Manfred Schubi Zender empfing Pütz und dessen großen Freundesanhang gern in den legendären Zeiten „Em Hähnche“: Das ist ein Schock , ich persönlich habe Günter viel zu verdanken. Wir haben zusammen das Oktoberfest an St Gereon zu einem besonderen Event gemacht. Günter war Ehrenratsherr der Großen Braunsfelder.“

Szene-Kenner Marcel Debler verbrachte viele Jahre an seiner Seite und ist als guter Freund ebenfalls untröstlich. Auch wenn Pütz seine Krebserkrankung öffentlich und sich zuletzt rar gemacht hatte.
Auch bei der Viktoria, wo Pütz noch neulich beim Pokalsieg über die Fortuna live im Stadion dabei war, ist die Stimmung gedrückt. Macher Franz Wunderlich erinnerte mit rührenden Worten an Pütz.
Ruhe in Frieden!