Die Karnevalsgesellschaft Vringsveedeler Dschungelbrööder ist eine traditionsreiche Karnevalsgesellschaft aus dem Kölner Severinsviertel, die vor der Jahrtausendwende eine bedeutende Rolle im Karneval spielte. Sie war nicht nur für ihre Teilnahme an karnevalistischen Feierlichkeiten im Viertel und Festivitäten in der Wolkenburg bekannt. Vielmehr trat der Verein auch bei Sitzungen auf und ging jahrelang im Kölner Rosenmontagszug mit. Mit ihrer Musik und Tanzgruppe waren die Vringsveedeler bis Holland und Belgien unterwegs.
Die Kostüme der Vringsveedeler
Ein markantes Merkmal der Karnevalsgesellschaft waren die „Neger- oder Eingeborenenkostüme“, die von den Mitgliedern getragen wurden. Die Kostüme orientierten sich an Film- und Fotodokumenten, die ein deutscher Diplom-Ingenieur in afrikanischen Ländern, u.a. in Kenia, angefertigt hatte. In der Zeit, in der die Gesellschaft aktiv war, waren solche Darstellungen im Karneval nicht unüblich und galten als unbeschwerte Feiertradition. Auch Afrikaner hatten damit offenbar kein Problem: Es erfolgte eine Einladung in die kenianische Botschaft. An den Tänzen der Gruppe nahmen zwei „original“ schwarze Tänzer teil. Zur ungezwungenen Freude der Karnevalisten.
Ein Wandel im Bewusstsein
Zur damaligen Zeit wurden diese Kostüme nicht als rassistisch oder diskriminierend betrachtet, sondern vielmehr als Teil des Karnevals, der für Übertreibung, Humor und auch das Übertreten gesellschaftlicher Normen bekannt war. Die Mitglieder der Vringsveedeler hatten keine böswillige Absicht, sondern wollten in der feierlichen und ausgelassenen Atmosphäre des Karnevals Spaß haben.
Trotzdem hat sich das gesellschaftliche Bewusstsein verändert, und heute sind solche Darstellungen inakzeptabel, da sie zu negativen Stereotypen beitragen können. Inzwischen wird mehr Wert auf Respekt und die Vermeidung von kulturellen Missverständnissen und Diskriminierungen gelegt.
Die Gesellschaft heute
Die Vringsveedeler sind heute nicht mehr im Karneval aktiv, aber ihre Geschichte und die Auseinandersetzung mit den Kostümen sind Teil einer breiteren Reflexion über den Karneval und seine Entwicklung. Die Gesellschaft hat sich verändert, und so auch der Karneval, der heute inklusiver und respektvoller gefeiert wird.
Was verbleibt?
Die Karnevalsgesellschaft Vringsveedeler hat eine wichtige Rolle in der Karnevalstradition des Severinsviertels gespielt. Auch wenn ihre Kostüme heute aus einer anderen Perspektive kritisch betrachtet werden, sind sie ein Spiegel der Zeit, in der sie getragen wurden.

Habe ihren Artikel gelesen und festgestellt das einige wiedergaben fehlerhaft sind.
Als erstes waren wir nicht nur lokal sondern auch bis Holland und Belgien mit unsere Musik und Tanzgruppe unterwegs. Unsere Kostüme stammten nicht aus Exotikvorstellungen sondern nach Bild und Filmdokomenten eines Diplomingenieur welcher die Afrikanischen Länder unter anderem auch Kenia aus Beruflichen Gründen bereiste. Von Diskriminierung kann ebenfalls keine Rede sein da unser Vorstand offiziell von der Kenianischen Botschaft eingeladen wurde. An unseren Tänzen nahmen zwei original schwarze Tänzer teil.
Unser Verein war Jahrelanges Mitglied im Stammtisch Kölner Karnevalisten . Durch deren Vorstellabende nahmen wir etliche Verträge (Auftritte) war. Im übrigen sind wir nicht Aufgelöst!
Mit Karnevalistischen Gruß Willi Frank
Seit ihr denn noch Aktiv im Karneval