Der Karneval im Jahr 2030

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Karneval im Jahr 2030 mit lachendem Kölner Dom und bunten Konfetti.
Der Kölner Dom als lachendes Gesicht mit Zunge, umgeben von Konfetti, zur Karnevalssession 2030 in Köln.

Köln – Es war ein Rosenmontag der ganz besonderen Art. Bei strahlendem Himmel, 12 Grad und CO₂-neutralem Kamelle-Regen feierten gestern über zwei Millionen Jeck*innen den „Karneval der Achtsamkeit“ in Köln. Unter dem offiziellen Motto:

„Et Hätz schlät för All – aber bitte inklusiv!“

hat sich der Karneval 2040 endgültig neu erfunden – divers, sensibel und doch herrlich durchgeknallt.

Der Zoch – ein Fest für die Vielfalt

Punkt 11:11 Uhr setzte sich der Rosenmontagszug in Bewegung – angeführt vom seitens der KI als massentauglich ausgewählten Dreigestirn: Prinz Alex (heizt klimaneutral), Bauer Ruben (Holländer, daher erstmals mit Tulpen statt Pfauenfedern) und Jungfrau Olga (vegan und sichtbar begeistert).

Die Persiflage-Wagen? Satirisch wie eh und je – aber mit Gefühl! Auf jedem Wagen riesige QR-Codes mit: „Scanne für kontextualisierte Kritik!“.

Kostümfreiheit mit Verantwortung

Die große Frage: Was darf man überhaupt noch tragen?

Antwort: ALLES – solange es nicht verletzt, aneignet oder reproduziert. Ein besonders beliebtes Kostüm in diesem Jahr war ein Gemeinschaftskostüm der Innenstädter: „Weiße Fläche mit Dialogbereitschaft“ – getragen von hunderten Jeck*innen, die einfach alles vermeiden wollten, außer Spaß.

Stimmen aus der Menge: Jeck, aber bewusst

Petra Lang (52), Lehrerin aus Klettenberg, kam im Kostüm „Empathische Schulpolitik mit Matheanteil“ und sagt lachend: „Früher bin ich als Clown gegangen – heute bin ich ein Safe Space mit Schultafel. Und wissen Sie was? Ich hab selten so viele schöne Gespräche geführt! Karneval kann mehr als nur Schunkeln.“

Jasper Schmitt-Schuldt (38), Gastronom aus Ehrenfeld, hat sich als „Fermentiertes Mitgefühl in Menschenform“ verkleidet – eine Mischung aus Clown und Weinrebe: „Ich find es super. Das ganze Rumgebrüll von wegen ‘man darf nix mehr sagen’ – Blödsinn. Man darf ALLES sagen, solange et nich deppert oder verletzend ist.“

Kamelle mit Haltung

Statt wild durch die Gegend geworfener Zuckerbomben heißt es in diesem Jahr: „Verteilbare Wertschätzungseinheiten mit ethischem Mehrwert“.

Geworfen wird nach Wurfliste – Kinder in der ersten Reihe erhalten handgepflückte Dattelriegel aus Kooperativen in Burkina Faso, begleitet von kleinen Beipackzetteln: „Du bist wertvoll, wie du bist.“ – das kam bereits im Vorjahr gut an.

Büttenreden mit Haltung

Auch in den Sitzungen wehte ein neuer Wind: Keine Altherrenwitze über Schwiegermütter, keine Lästereien über Düsseldorfer oder die Berliner Politik – stattdessen hochpoetische Anekdoten über Identität, Gerechtigkeit und vegane Currywurst.

Sitzungspräsidentin Dana-Fried brachte es auf den Punkt:

„Früher hieß es: jeder Jeck is anders. Heute sagen wir: jeder Jeck verdient Respekt und Sichtbarkeit.“

Fazit: Der Karneval lebt – und wie!

Köln 2040 zeigt: Man kann feiern, schunkeln und lachen – mit Haltung und Herz.

Und wer glaubt, „woke“ und „witzig“ schließen sich aus, der war gestern wohl nicht dabei, als 10.000 Jeckinnen auf dem Heumarkt zum Inklusiv-Techno von DJ Anne LaLaugh tanzten – zwischen Regenbogen-Konfetti, Konsens-Kamelle und dem besten Hafer-Kölsch der Stadt.

Kölle Alaaf – und zwar für ALLE!

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