Inmitten der traditionsreichen Klangwelt des Kölner Karnevals erhebt sich eine neue Stimme: BOHEI. Die fünfköpfige Nachwuchsband sorgt mit ihrem Debüt „Em Unkelbach jebütz“ für Aufsehen und bringt frischen Schwung in die jecke Musikszene.
Die Bandmitglieder Georg, Flo, Chris, Max und Alex haben sich in der Kölner Südstadt zusammengefunden. Was als loses Musikprojekt unter Freunden begann, entwickelte sich innerhalb weniger Monate zur vielversprechenden Formation im Fastelovend. Ihre Mischung aus modernem Kölschrock, humorvollen Texten und spürbarer Heimatliebe trifft bei jungem wie älterem Publikum gleichermaßen ins Herz.
Ein Song – ein Veedel
Mit „Em Unkelbach jebütz“ liefert BOHEI nicht nur einen stimmungsvollen Mitsing-Hit, sondern auch eine musikalische Liebeserklärung an das kölsche Lebensgefühl. Der Song spielt in der beliebten Traditionskneipe „Haus Unkelbach“ in Köln-Sülz – ein Ort, an dem laut BOHEI „schon manch große Liebe mit einem Kölsch begann“. Eingängiger Refrain, tanzbarer Rhythmus, kölsche Leichtigkeit – die perfekte Mischung für jede Karnevalsparty.
Von der Veedelskneipe auf die großen Bühnen?
Noch spielt BOHEI hauptsächlich auf kleineren Sitzungen, in Veedelskneipen oder bei privaten Karnevalspartys. Doch die ersten Veranstalter zeigen bereits Interesse, und die Chancen stehen gut, dass die Jungs bald auch in größeren Sälen oder bei jecken Straßenveranstaltungen auftreten werden.
Die Band selbst bleibt bodenständig: „Uns es wichtig, dat mer Spaß han un echt blieve. Wenn et Publikum met uns lacht un singt, dann simmer zo Fried“, sagt Sänger Georg. Ein klarer Fokus liegt auf Authentizität – nicht glattgebügelt, sondern echt kölsch, wie das Leben selbst.
Nachwuchshoffnung mit Perspektive
BOHEI steht exemplarisch für eine neue Generation von Karnevalskünstlern: kreativ, lokal verwurzelt, offen für neue Einflüsse – und dennoch dem Brauchtum verbunden. Ihre Musik ist eine moderne Interpretation des kölschen Liedguts, ohne den Respekt vor der Tradition zu verlieren.
Die kommende Session dürfte zeigen, wie weit der Weg der jungen Band noch führt. Doch eines ist jetzt schon klar: BOHEI macht Lärm – im besten Sinne des Wortes. Und Köln hört hin.