Der romantische Karneval (1823 – 1843)

Bereits Ende des Jahres 1822 hatten sich einige Männer aus dem Kölner Bildungsbürgertum unter der Führung von Heinrich von Wittgenstein in der kleinen Weinstube „Im Häuschen“ neben der Kirche St. Ursula in Köln (deshalb: „Ursulahäuschen“) getroffen, um das alte Volksfest Karneval wiederzubeleben und zu erneuern. Das Fest war im Begriff, an Rohheit und Zügellosigkeit zugrunde zu gehen. Daher wollte man das Fest in geordnete Bahnen lenken.

1823 – Thronbesteigung des Helden Carneval

1823 steht der Plan, in gehöriger Distanz zum wilden Treiben des „rohen Pöbels“ und zu seinen „ekelhaften Masken“ für den Fastnachtsmontag des Jahres 1823 einen Maskenzug zu organisieren. Zur Vorbereitung bleiben schließlich nur 14 Tage, an deren Ende ein kurzer, straff organisierter Zug steht. Dies ist die Geburtsstunde des modernen und bis heute gefeierten organisierten Kölner Karnevals.

Der Maskenzug (erst später heißt er Rosenmontagszug) beginnt mit der Inthronisation des König Carneval auf dem Neumarkt, dem damals größten Platz der Stadt, und bewegt sich anschließend mit fünfzehn Gruppen durch die Stadt, darunter das Geckenberndchen, die Heiligen Knechte und Mägde und eine Gruppe Kölnischer Funken mit einem Kommandanten (frühe Vorläufer der Roten Funken). Der Maskenzug hat Elemente höfischer und kirchlicher Umzüge sowie Prozessionen. Er ist eine Persiflage auf den Jahrtausende alten feierlichen Herrscherempfang (sog. “Adventus”). Diese Tradition wurde nun auf den Karneval übertragen und durch die “Verformung des Zeremoniells” eine ganz neue Festzugsform begründet.

Aus den ersten Jahren nach der Reform sind kaum Namen überliefert, da die Figuren und nicht die Menschen dahinter im Mittelpunkt standen.

König (später Held) Carneval war Emanuel Ciolina Zanoli
Kölnisch Wasser Fabrikant
Casino Gesellschaft

Emanuel Ciolina Zanoli bekleidete die Rolle des Helden bis 1830.

Gegen die Bezeichnung „König Carneval“ erhebt die Polizei Widerspruch, sobald sie ihr bekannt wird. Um eine Majestätsbeleidigung zu vermeiden, muss die Figur nach kurzer Zeit in „Held Carneval“ umbenannt werden.

Neben dem Held Carneval tritt bereits im Jahre 1823 auch die Jungfrau in Erscheinung: Sie wird in der Anfangszeit jedoch mit der Agrippina identifiziert. Im Makenzug trägt sie ein römisches Gewand und als Zeichen der Wehrhaftigkeit der Stadt Köln die goldende Mauerkrone. Auf einem weißen Pferd reitet sie den Zugweg ab. In ihrer linken Hand trägt sie ein Schild mit dem Kölner Wappen und in der rechten einen mit Schlangen umwobenen Stab als Sinnbild des Fleißes. Überall wo sie erscheint, rufen die Menschen begeistert: „Vivata Colonia Agrippina!“.


1824 – Besuch der Prinzessin Venetia beim Helden Carneval

In diesem Jahr wird erheblich aufwändiger gefeiert: Das Comité erfindet um die Figur des Helden Carneval eine ganze Geschichte, die eine Verbindung des noch jungen Kölner Karnevals zu dem berühmten alten venezianischen Karneval hergestellt.

Venetia, die Verkörperung des Karnevals des Südens, hat im Jahr zuvor in ihrer Tafelresidenz vernommen, dass der Held Carneval zu Cöln wieder seinen heiterten Thron bestiegen hat. Sie entschließt sich, an das Hoflager des Helden zu reisen.

Die Nachricht der Anreise der Königin verbreitet sich blitzartig bis hoch zum Rhein und wird stets von großem Jubel begleitet.

Am 06.02.1824 wird das Gerücht endlich bestätigt: In der Kölner Zeitung erscheint ein Artikel über die Anreise Venetias. Am folgenden Tag erscheint ein weiterer Artikel, der die Freunde der Kölner weiter steigert: Die Karnevals-Fürstin soll am Jahrestage der Thronbesteigung des Helden, mithin am 29.02.1824 eintreffen. Die Kölner werden aufgefordert, der Königin einen angemessenen Empfang zu bereiten. Es gibt das Gerücht, dass die Prinzessin Venezia sich mit dem Kölner König Carneval gar verloben würde. In der Zeitung wird über ihre Reiseroute berichtet. Zuletzt glauben nicht wenige Kölner gar tatsächlich an ihre wahrhafte Existenz.

Am 29.02.1824, dem Fastnachtssonntag, um 3 Uhr nachmittags, durchfährt sie das Severinstor. Köln ist reich geschmückt. Überall ziert das Kölner Stadtwappen und dasjenige von Venedig die Straßen. Menschenmassen säumen die Straßen und – obwohl helllichter Tag – kommen die Kölner der Aufforderung nach, ihre Häuser zu erleuchten, um Venetia den ersehnten würdigen Empfang zu bereiten. 24 Kuriere mit keuchenden Pferden kommen mit bunten Gewändern herbei geritten, auf keuchenden Pferden und verkündeten die nahende Ankunft der Prinzessin Venetia, welche dann um 4 Uhr tatsächlich in einem sechsspännigen geschlossenen Wagen und lautem Donner erscheint. Da ihrem eigenen Wagen die Achse gebrochen ist und Venetia müde und abgekämpft ist von der langen Reise lässt es sich der Held nicht nehmen, ihr über seinen Hofnarren ein Fläschchen Eau de Cologne zur Stärkung zu überbringen.

Am Fastnachtsmontag gehen zunächst zwei Züge auf den Neumarkt zu: der „nordische“ Zug mit dem Helden Carneval an der Spitze und der südliche Zug der Prinzessin Venetia. Bei der anschließenden Zeremonie auf dem Neumarkt schlägt der Held den Hanswurst, der als Zeremonienmeister agiert, zum Ritter. Die beiden Hoheiten tauschen den venezianischen und kölnischen „Carnevalsorden“ und der alte Kölner Bannerrat kredenzt dem „hohen Paare“ den Ehrenwein. Danach ziehen beide Maskenzüge vereint durch die Stadt. Das Kölner „Hänneschen“ verteilt zusammen mit seinen Adjutanten Bonbons und Blumen an schöne Damen. 14 rote Funken, eine Anspielung auf die Kölner Stadtsoldaten, werden von ihrem Kommandanten Künnigsfeld angeführt.

Am Abend des gleichen Tages, um 9 Uhr, gibt es einen Maskenball, wo sich der Held Carneval mit Venetia dem Volke zeigt und bei auch den ersten Tanz beginnen.

Der große Saal des Kaufhauses Gürzenich wird zum Saal dieser Veranstaltung gewählt. Dies ist der Beginn des legendären Montagsfestballes der ersten Jahre.

In den Rollen:

Held Carneval Emanuel Ciolina Zanoli
Kölnisch Wasser Fabrikant
Casino Gesellschaft
Emanuel Ciolina Zanoli bekleidete die Rolle des Helden bis 1830

Venetia Simon Oppenheim
Bankier

Er stellte die Venetia mehrere Jahre nacheinander dar. Venetia begleitet den Helden, wenn auch in den letzten Jahren unregelmäßig, schließlich bis zur Jahrhundertwende.


1825 – Der Sieg der Freude (bzw. „Die Freude des Sieges über das Philistertum“)

In diesem Jahr erscheint zum ersten Mal eine Karnevalszeitung, die zunächst nur als Spalte in der Kölnischen Zeitung gedruckt werden sollte, sich dann jedoch zu einer eigenen kleinen Zeitung auswächst.

Der Held tritt in diesem Jahr nicht in Erscheinung. Der Kölner Bevölkerung sagt man, er statte der Fürstin Venetia einen Gegenbesuch ab und sei nach Italien verreist. Stattdessen kommt der Hanswurst zum Einsatz.

In diesem Jahr erinnern im Maskenzug viele historische Figuren – wie der „Haudegen“ Jan van Werth, der Maler Rubens und der Astronom Johann Adam Schall von Bell – an die Kölner Erfolge in Krieg, Kunst und Wissenschaft. Große Kölner Familien finden im Zug eine ehrenvolle Darstellung. In diesem Rahmen erscheint auch der Kölner Bauer erstmals im Maskenzug. Er steht für die Wehrhaftigkeit, Stärke und Reichstreue der Stadt Köln. Im Programm des Zuges wird er wie folgt vorgestellt:

„Der Repräsentant der handfesten Bauerbänke mit den 1288 zu Worringen tapfer vertheidigten Stadtschlüsseln und dem Dreschpflegel.“

In diesem Jahr verfasst der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe für die Kölner Karnevalisten sein berühmtes Gedicht „Der Cölner Mummenschanz“. Siehe hier: Goethe und der Kölner Karneval


1826 – Fahrt nach dem Monde

Emanuel Ciolina Zanoli nimmt wieder mit der Venetia an den Festlichkeiten teil.

Bauer und Jungfrau sind nicht im Zug dabei.

Die diesjährige Zugidee knüpft an eine Zeitungsmeldung an, wonach ein Professor auf der Münchener Sternwarte eine Festung auf dem Mond entdeckt habe: Der Held Carneval, dem in den Armen der holden Venetia langweilig war, verließ seine herrliche Gondelstadt und machte eine Reise zum Mond, um sich dort nach der entdeckten Festung zu erkundigen. Auf den Mondfluren findet er Tollheit und Narrheit, toll gewordene Romantiker, wahnsinnige Dichter und sonstiges Tollkraut. Mitten unter diesen Tollhäuslern erinnert er sich seines nunmehr im Dunkeln liegenden Reiches, und entschließt sich, dieses mit Narren vom Mond zu bevölkern. Die Mondkolonisten reisen zur Erde an und verursachen dort heillose Verwirrung, weil sie alles ändern und verbessern wollen. Der Hanswurst lehnt sich auf und wird als Demagoge verbannt. Ebenso ergeht es dem lustigen Rat. Deshalb werden aus dem Volk die klügsten Kölner zum Mond entsandt. An Weiberfastnacht reisen sie ab und kehren am Karnevalssonntag mit der freudigen Nachricht zurück, dass das gegen den Lustigen Rat und den Hanswurst erlasse Verbannungsdekret auf der Stelle zurückgenommen sei und beide wieder in ihre vorigen Rechte und Würden eingesetzt seien. Am Rosenmontag ist es endlich soweit: Auf dem Neumarkt hat sich das Volk eingefunden, um der Wiedereinsetzung des Lustigen Rates und des Hanswurstes beizuwohnen. Das entsprechende Monddekret liegt auf einer Tribüne in der Mitte des Platzes und wird feierlich verlesen. Und da erscheint er: Der Hanswurst. Nachdem einige Lieder gesungen sind, wird ein herrlicher Triumphzug veranstaltet. Bis dahin war es noch nicht allen klar, wer der Regent auf dem Mond war. Es ward geheim gehalten. Erst am Abend im Gürzenich wird enthüllt, wer dieser Mann im Mond ist. Es ist der Held Carneval, der mit seiner Venetia, welches ihm zu Monde nachgeeilt ist, nach Köln zurückgekehrt ist.


1827 – Lit de Justice. Die Prüfung

Held Emanuel Ciolina Zanoli

In diesem Jahr werden unter dem Motto „Lit de Justice. Die Prüfung“ vermutlich nur öffentliche Spiele und kein eigentlicher Maskenzug veranstaltet. Die Hintergründe sind unklar, Einzelheiten nicht überliefert.

In diesem Jahr entsteht die Karnevalsmütze in Köln: Auf der Generalversammlung am 14.01.1827 macht ausgerechnet der preußische Generalmajor Baron von Czettritz und Neuhauß den Vorschlag, nach dem Motto „Gleiche Brüder, gleiche Kappen!“ bei den Versammlungen eine kleine bunte Gesellschaftsmütze zu tragen, was mit frenetischem Beifall auf Zustimmung stößt – die Narrenkappe bzw. die „Fastelovendsdmötz“ ist geboren und ziert ab dieser Zeit die Köpfe der Narren – bis heute.


1828 – Alte und neue Zeit

Held Emanuel Ciolina Zanoli

Bei dem diesjährigen Maskenball im Kölner Gürzenich fordern zwei Bonner Studenten zum Duell. Das Duell endet für beide tödlich.


1829 – Der große Narrentag (Allgemeiner Narrenkongress)

Held Emanuel Ciolina Zanoli

Der Karneval wird immer kritischer: In der Karnevals-Zeitung finden sich Beiträge und Bilder mit der Überschrift: „Wie klug sich Thorheit auch versteckt, Der Narr sie dennoch bald entdeckt.“ Die Kritik an der Obrigkeit mündest im nächsten Jahr in das Verbot der Karnevals-Zeitung.


1830 – kein Zug: Regierungsverbot

Der Karneval fällt in diesem Jahr aus, da die Regierung auf den Karneval repressiv reagiert: Lieder und Reden werden überwacht, die „Offizielle Karnevals-Zeitung von Köln“ wird wegen staatsgefährdender Inhalte verboten.

Dagegen formiert sich Protest. Das Karnevalscomité unter der Leitung ihres ersten Prädidenten von Wittgensteins beschließt, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Zensur und für die Wiederzulassung der Zeitung zu kämpfen und bis zu einer positiven Entscheidung keine Sitzungen mehr abzuhalten. Schließlich löst sich das Festordnende Comité aus Protest selbst auflöste. Am Karnevalsdienstag werden Totenzettel zum diesjährigen Karneval verteilt und als Sinnbild demonstrativ ein toter, in Ketten gelegter Hanswurst durch Köln geführt.

Die Obrigkeit gibt schließlich nach. Die Karnevals-Zeitung bleibt hingegen weiterhin verboten.

In der königlichen Direktive vom 30. Juni 1830 lautet es:

„Aus Ihrem Bericht vom 13. März habe ich ersehen, dass die Maskenzüge auf den Straßen zu Köln in der Karnevalszeit auch führerhin, sowohl vor als auch während der französischen Regierung, gestattet gewesen sind. Ich habe auch nichts dagegen, dass sie fernerweit stattfinden, so lange sie sich als eine harmlose Lustbarkeit, in den Schranken des Anstandes und der guten Sitten halten, und nicht Persönlichkeiten verletzen. Sie haben die Polizeibehörde hiernach anzuweisen, damit sie die zweckmäßige Aufsicht führe und Sorge trage, jeden Unfug zu verhüten, der durch eine Ausartung dieses öffentlichen Vergnügens veranlasst werden könnte. Bei der Unterdrückung der erst in neuerer Zeit entstandenen Karnevals-Zeitung, welche zu verstecktem Muthwillen gemissbraucht, und durch die Zensurbehörde nicht zu kontrollieren ist, soll es sein Verbleiben haben.“


1831 – Hanswursts Wiedergeburt

In diesem Jahr sind alle Feierlichkeiten wieder zugelassen, und der neue preußische Generalgouverneur der Rheinprovinz nimmt das Kölner Karnevalsfest persönlich in Augenschein. Der Hanswurst ist wiedergeboren, was zu einer riesen Jubelfeier führt. Statt des vornehmen Helden Carneval steht nun (wieder) der derbe Hanswurst im Mittelpunkt des närrischen Treibens. Von ihm gibt es keine Namen und auch keine Hinweise darauf, ob er von einer Person mehrere Jahre dargestellt wurde.

Die Karnevalszeitung bleibt allerdings auch in der Folgezeit verboten.


1832 – Die Kölner Messe des Jahres 1832

Der Zug stellt eine Kölner Handelsmesse dar, so wie sie 100 Jahre später – 1932 – sein werde.


1833 – kein Zug: Meinungsverschiedenheiten

Eigentlich wollte man in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum des „geordneten“ Karnevals feiern, aber durch Uneinigkeit im Comitee kommt kein einheitlicher Zug zustande. Es bestehen nicht dagewesene Differenzen in den Meinungen und Ansichten, die in vollständige Entzweiung ausartet: Die Mehrheit des verantwortlichen Festkomitees will jede Provokation der Behörden und jede Anspielung auf Persönlichkeiten vermeiden. Aber nicht alle Mitglieder sind mit der Selbstzensur einverstanden: Man ziehe die Grenzen der Reden zu eng, die Freiheit in den Darstellungen beim Zuge sei zu sehr beschränkt und der Gemütlichkeit die Zwangsjacke angelegt.

Schließlich ziehen statt des Rosenmontagszugs lediglich verschiedene kleine Züge durch die Stadt.


1834 – Das Orakel des Helden Carneval

Die Streitigkeiten aus dem Vorjahr sind vorübergehend beigelegt. Die Kölner spinnen darum auf typisch kölsche Art eine Geschichte: Der Held Carneval sei plötzlich wieder aufgetaucht. Von ihm wird berichtet, er habe sich um die Streitigkeiten im Comité gekümmert habe und dem Karneval wieder zu Ansehen verhelfen werde.

Held Carneval als Schlichter

Schließlich ziehen statt des Rosenmontagszugs lediglich verschiedene kleine Züge durch die Stadt.

Dieses Jahr rankt sich das Motto und die dazu entwicklelte Geschicte darum, dass Narren aus der ganzen Welt zum Helden Carneval nach Köln kommen, um sich bei ihm Rat zu holen. Der Rosenmontagszug stellt die Reise zum Orakel dar.


1835 – Der Kölner Karnevals-Sprudel (Der Kölner Carneval als Heilbrunnen)

Der Karneval wird als Gesundbrunnen dargestellt und der Rosenmontagszug als Reise dorthin.


1836 – Der Stein der Weisen

Der diesjährige Zug versucht unter dem Motto „Der Stein der Weisen“ den Nachweis zu erbringen, dass Weisheit auch Narrheit und Narrheit auch Weisheit sei.


1837 – Carneval der Jahre Bezwinger

Jubelfeier zum 79. Geburtstag von J.B. Farina, dem Alterspräsidenten der Karnevalsgesellschaft.

Im Dezember dieses Jahres stirbt Emanuel Ciolina Zanoli, der in den Jahren seit 1823 den Helden verkörpert hatte.


1838 – Hanswurst lässt sich erbauen ein Monument

Die zu dieser Zeit herrschende Manie, alle möglichen Monumente zu errichten, wird in dem Maskenzug von 1838 humoristisch aufs Korn genommen: Es wird dem Helden Carneval ein Monument errichtet. Es handelt sich um ein kolossales Römerglas, in welchem der Held im Zuge herumgeführt wird – eine gelungene Persiflage auf die Beliebtheit von Herrscherdenkmälern in Preußen.


1839 – Aller-Welt-Aktien-Börse

Börsengetriebe und der Aktenschwindel geben in diesem Jahre dem Maskenzug das Motto.


1840 – Das Turnier

Über die Protagonisten des diesjährigen Karnevals ist wenig bekannt, auch über den genauen Inhalt und Ablauf des Maskenzuges weiß man nichts. Das Thema ist „Das Turnier“ und bringt ein Ritterturnier nach Köln.

Verbürgt ist, dass in diesem Jahr wieder ein Maskenzug stattfindet, an dem auch Held Carneval teilnimmt, über dessen Identität nichts bekannt ist. Auch findet wieder ein großer Maskenball im Gürzenich statt.


1841 – Der gordische Knoten und seine Lösung


1842 – Die ächt kölnische olympischen Spiele

Ende 1841 kommt es im Zuge von Auseinandersetzungen um die Verwaltung des Comités zu einer Spaltung: Die Gruppe der „Eisenritter“ um Friedrich Borchardt, politisch den Idealen des Vormärz nahestehend, trennt sich vom Comité und nimmt trotz staatlicher Repressionen kritisch zu lokalpolitischen Themen Stellung. Das verbleibende Comité um Peter Leven nennt sich von nun an das „Hanswurstliches Parlament“. Es bedarf der Vermittlung durch Oberbürgermeister Johann Adolph Steinberger, des früheren Präsidenten von Wittgenstein und sogar Friedrich Wilhelm IV., um die zerrütteten Parteien zu einem gemeinsamen Zug für das Jahr 1842 zu bewegen


1843 – Die Köllsche Huhschull (Die kölnische Hochschule)

In diesem Jahr gelingt die Versöhnung zwischen den zerstrittenen Parteien.

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