
Köln. Inmitten von Brauhaus-Atmosphäre, gutem Kölsch und offenen Worten hat sich ein neues Talkformat in Köln etabliert, das dem Namen der Stadt alle Ehre macht: „Loss mer schwade“ – kölscher geht’s kaum. In lockerer Runde sprechen hier Politiker, Karnevalisten, Künstler, Sportler und Unternehmer über das, was die Stadt bewegt – direkt, ehrlich und ohne Schnörkel.
Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Menschen an einen Tisch bringen, die was zu sagen haben – nicht im Fernsehstudio, sondern dort, wo Köln lebt: im Gasthaus. Ob im Haus Kreisch in Brühl oder im Traditionslokal Zum Jan – der Kneipentalk wird zum Podium für ernste Themen und lustige Anekdoten. Das Ergebnis: Ein Format, das Politik verständlich macht, Karneval erdet und den Menschen in Köln das Gefühl gibt, wirklich einbezogen zu werden.
Von der Session bis zur Gesundheitskrise
Dass das Konzept funktioniert, zeigt die illustre Gästeliste: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach diskutierte etwa mit Unternehmern über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. CDU-Politiker Karl Alexander Mandl sprach über Stadtentwicklung und Karnevalspolitik. Auch Gruppen wie die Rhingpirate oder Vertreter des Festkomitees Kölner Karneval kamen zu Wort. Die Gespräche sind ehrlich, manchmal provokant, oft humorvoll – eben typisch kölsch.
Mehr als ein Stammtisch
Was „Loss mer schwade“ von herkömmlichen Talkshows unterscheidet, ist der Ton: persönlich, nahbar, ohne PR-Floskeln. Moderatoren wie Till Quitmann oder JP Weber führen durch den Abend mit Witz und Tiefgang. Das Publikum ist nicht bloß Kulisse, sondern wird oft in die Diskussion einbezogen. Der Anspruch ist klar: Nicht über die Menschen reden – sondern mit ihnen.
Heimat auf der Bühne
In einer Zeit, in der politische Diskussionen oft abstrakt und polarisiert wirken, trifft das Format einen Nerv: Es schafft Raum für echte Gespräche – über den Karneval, den FC, Stadtpolitik, Kultur, Zusammenhalt und die Herausforderungen von morgen. Dabei bleibt es bodenständig und authentisch. Oder wie es ein Gast einmal sagte: „Hier kann man noch wat sagne, ohne dass et direkt als Statement gälte.“
Ein Talk, der verbindet
„Loss mer schwade“ ist nicht nur Talk – es ist Dialog in Reinform. Und Köln braucht diesen Dialog. Ob zur Karnevalszeit, im Wahlkampf oder in der Krise: Das Format bringt Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wären. Es macht politische Diskussionen wieder greifbar – nah an den Themen, nah an den Menschen. So bodenständig und gleichzeitig relevant wünscht man sich politische Gespräche viel öfter.
Termine und Informationen:
Aktuelle Veranstaltungen, Talk-Gäste und Locations finden sich auf den offiziellen Social-Media-Kanälen von „Loss mer schwade“.


























